Friedhofspflege und Friedhofsgestaltung

Zentralverband Gartenbau thematisiert Wandel der Friedhofskultur

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) äußert Bedenken zum Wandel der deutschen Friedhofskultur. Er betont die gesellschaftliche Relevanz und die Bedeutung von Friedhöfen als städtisches Grün. Auf der Internationalen Grünen Woche informiert der Verband Politik und Besucher über diese Thematik.

Friedhöfe: Mehr als nur Bestattungsorte – gesellschaftliche Relevanz und grüne Lunge

Die deutsche Friedhofskultur wird als historisch einzigartig beschrieben. Sie unterliegt jedoch erheblichen gesellschaftlichen Veränderungen. Der traditionelle Friedhof ist nicht mehr der einzige Ort für Bestattungen, da viele Menschen alternative Bestattungsformen bevorzugen. Eine Hamburger Initiative hat sich daher für die Aufnahme der deutschen Friedhofskultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes eingesetzt. Dieser Antrag wird vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) unterstützt.

Friedhöfe dienen nicht nur als Orte der Erinnerung, sondern auch als öffentliche Grünflächen zur Erholung und Freizeitgestaltung. Sie sollten als bewusster Teil des öffentlichen Grüns einer Kommune wahrgenommen werden. Als „grüne Lunge“ bieten sie zudem Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere und tragen zur Grünpolitik in Städten und Gemeinden bei. Eine Finanzierung ausschließlich über Friedhofsgebühren wird als nicht gerechtfertigt angesehen und könnte den Erhalt dieser kulturhistorisch wertvollen Orte gefährden.

Um auf die Bedeutung der Friedhofskultur aufmerksam zu machen, präsentiert der ZVG auf der IGW ein saisonal bepflanztes lila Ape-Mobil der Friedhofsgärtner an seinem Stand.

26.01.2017

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