Die Grüne Stadt, Organisationen

Interkultureller Garten in Erfurt stärkt Integration und Umweltgerechtigkeit

16.10.2013

Ein interkultureller Garten in Erfurt zeigt, wie gemeinsames Gärtnern Integration und Umweltgerechtigkeit stärkt. Unterstützt von der DUH entsteht ein Ort für Austausch, Lernen und nachhaltige Stadtentwicklung.

Gemeinschaftsgarten verbindet Integration, Umweltbildung und nachhaltige Stadtentwicklung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) unterstützt im Rahmen ihres Projekts „Umweltgerechtigkeit durch Partizipation“ den Interkulturellen Garten in Erfurt. Auf einer urbanen Brachfläche bauen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam Obst und Gemüse an und schaffen so einen Ort des Austauschs und der gelebten Integration.

Das Projekt ist eines von fünf bundesweiten Modellvorhaben, die gezielt Bürgerbeteiligung fördern und soziale sowie ökologische Aspekte miteinander verbinden. Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zu stärken und die Teilhabe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen aktiv zu unterstützen.

Gemeinschaftsgärten als Integrationsmotor

Interkulturelle Gärten bieten insbesondere Menschen ohne eigenen Zugang zu Grünflächen die Möglichkeit, ihre gärtnerischen Fähigkeiten einzubringen. Viele Teilnehmende verfügen über umfangreiche Erfahrungen im Gartenbau, die sie in der neuen Umgebung weiter nutzen und weitergeben können.

Das gemeinsame Gärtnern fördert nicht nur den Wissensaustausch, sondern stärkt auch das soziale Miteinander und baut kulturelle Barrieren ab. Gleichzeitig leisten die Projekte einen Beitrag zur lokalen Versorgung und zur nachhaltigen Nutzung städtischer Flächen.

„Interkulturelle Gärten haben sich bereits in vielen deutschen Städten bewährt. Das gemeinsame Gärtnern von Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsschichten, Altersstufen und Herkunftsländer hat einen positiven Einfluss auf das Zusammenleben der Kulturen und das gegenseitige Verständnis.“

Darüber hinaus tragen die Gärten dazu bei, das Selbstwertgefühl der Beteiligten zu stärken und neue Perspektiven im Alltag zu eröffnen.

Ort des Lernens und der Begegnung

Der Interkulturelle Garten in Erfurt hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt entwickelt, an dem gemeinsames Lernen und aktives Mitgestalten im Mittelpunkt stehen. Neben der praktischen Arbeit im Grünen entstehen hier soziale Netzwerke und langfristige Beziehungen.

„Unser interkultureller Gemeinschaftsgarten hat sich in den letzten Jahren zu einem Ort des gemeinsamen Lernens entwickelt, wo sich Menschen wohlfühlen und an einer gemeinsam gestalteten, selbstbestimmten Zukunft arbeiten.“

Für viele Beteiligte ist der Garten ein zentraler Ort geworden, um Kontakte zu knüpfen und neue Energie für den Alltag zu gewinnen.

Wissenstransfer für zukünftige Projekte

Im Rahmen des Projekts organisiert die DUH Workshops, in denen Chancen und Herausforderungen der Bürgerbeteiligung in urbanen Gartenprojekten diskutiert werden. Der Austausch zwischen den Modellprojekten dient dazu, Erfahrungen zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in einen Handlungsleitfaden ein, der zukünftige Initiativen im Bereich Umweltgerechtigkeit unterstützen soll. Ziel ist es, erfolgreiche Konzepte zu verbreiten und neue Projekte auf kommunaler Ebene zu erleichtern.

Damit zeigt das Engagement der DUH, wie sich ökologische Maßnahmen im Garten- und Landschaftsbau mit sozialen Zielen verbinden lassen und welchen Beitrag gemeinschaftliche Grünprojekte für eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten können.

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