Naturschutz

Naturschutz im Unteren Odertal: Deutschland und Polen intensivieren Zusammenarbeit

Deutschland und Polen verstärken ihre Zusammenarbeit im Naturschutz des Unteren Odertals. Eine Vereinbarung wurde im Rahmen des 17. Deutsch-Polnischen Umweltrats getroffen, um die Kooperation zu intensivieren und neue Themenfelder zu erschließen.

Vertiefung der grenzüberschreitenden Naturschutzkooperation

Deutschland und Polen beabsichtigen, die Kooperation im Naturschutz im Unteren Odertal zu verstärken. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im Rahmen des 17. Deutsch-Polnischen Umweltrats in Warschau getroffen. Beteiligt waren die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, der brandenburgische Umweltminister Jörg Vogelsänger sowie der polnische Umwelt-Staatssekretär Paweł Sałek.

Das Untere Odertal ist das grüne Zentrum der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Ich freue mich sehr, dass diese Zusammenarbeit jetzt – im 25. Jahr guter Nachbarschaft - noch besser wird.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz des Gebiets basiert auf einem Beschluss aus dem Jahr 1992. Die polnischen Gebiete im Unteren Odertal wurden am 1. April 1993 durch eine Verordnung des Woiwoden von Stettin als Landschaftsschutzparke rechtlich geschützt. Auf deutscher Seite erfolgte die Einrichtung des Nationalparks Unteres Odertal im Jahr 1995 durch ein Gesetz des Brandenburgischen Landtags.

Erweiterung der Kooperationsfelder und Gremien

Zur Intensivierung der Kooperation wurde eine Ergänzung der Aufgaben und inhaltlichen Zielstellungen vereinbart. Der gemeinsame Programmrat, der bisher primär auf den klassischen Naturschutz ausgerichtet war, soll sich künftig auch mit Themen der Regionalentwicklung und der nachhaltigen touristischen Entwicklung des Unteren Odertals im bilateralen Kontext befassen.

Mit dieser inhaltlichen Erweiterung geht eine Ausweitung des Mitgliederkreises des Programmrates einher. Bislang setzten sich die Mitglieder ausschließlich aus Vertretern des haupt- und ehrenamtlichen Naturschutzes zusammen. Der aktuelle Beschluss sieht vor, auch die Landkreise (Landräte) und Vertreter der kommunalen Ebene der polnischen Seite in den Programmrat einzubeziehen.

26.10.2016

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