Landesgartenschauen als Motor für nachhaltige Stadtentwicklung
In den kommenden Monaten sollen an den acht Standorten die Potenziale einer grünen Infrastruktur von Politik, Verwaltung und Bürgern diskutiert werden. Das Land Hessen fördert die Landesgartenschau 2027 mit bis zu 3,5 Millionen Euro.
Landesgartenschauen dienen als Instrument der Stadtentwicklung. Sie fördern ein hochwertiges Wohnumfeld und tragen zum Landschafts-, Natur- und Umweltschutz bei. Sie bieten grüne Lösungen für städtebauliche Herausforderungen wie Starkregenereignisse, Hitze- und Trockenperioden sowie Luftverschmutzung. Die Förderung von innerstädtischem Grün wird von der Bevölkerung zunehmend eingefordert.
Die hohe Resonanz auf die Ausschreibung zeigt, dass Kommunen die positiven ökologischen, städtebaulichen, touristischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Landesgartenschauen für sich und ihr Umland schätzen. Insbesondere für Mittelzentren können Gartenschauen die Regionalentwicklung beschleunigen und den umliegenden ländlichen Raum stärken.
Bewerbungsverfahren und Ausblick auf zukünftige Gartenschauen
Die Bewerbungsfrist für die erste Stufe des Verfahrens endete am 31. Januar 2020. Die Interessensbekundung der dreizehn Kommunen ist zunächst unverbindlich. Darunter befindet sich die erste interkommunale Bewerbung aus Oberhessen, die sechs Kommunen umfasst.
Aufgrund von Fristverlängerungen stehen teilweise noch Gremienbeschlüsse aus. Im nächsten Schritt folgt die Durchführung einer Machbarkeitsstudie. Die endgültige Entscheidung über den Zuschlag trifft das Hessische Regierungskabinett.
Angesichts des großen Interesses der Kommunen wird gehofft, dass die Landesregierung mehr als eine Landesgartenschau für 2027 beschließt. Gartenschauen in den Jahren 2029, 2031 und 2033 könnten in Zeiten des Klimawandels weiteres Potenzial bieten und Modellcharakter für andere hessische Städte und Gemeinden haben.
