Gesunder Boden: Grundlage für Gartenbau und urbanes Grün

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Ein Fachkongress des ZVG und BMEL betonte die zentrale Bedeutung gesunder Böden für Gartenbau und urbane Grünflächen. Diskutiert wurden Bodennutzung, Fruchtbarkeit, Bodenmüdigkeit und die Rolle des Bodens im urbanen Raum. Experten hoben die Wichtigkeit für Produktion, gesunde Ernährung und Biodiversität hervor und warnten vor Landversiegelung.

Bedeutung gesunder Böden für Gartenbau und Stadtentwicklung

Der Schutz des Bodens als natürliche und nicht erneuerbare Ressource ist von zentraler Bedeutung für den Gartenbau und die Entwicklung urbaner Grünflächen. Diese Erkenntnis bildete den Konsens eines Fachkongresses, der vom Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Internationalen Jahres des Bodens 2015 veranstaltet wurde.

Die Veranstaltung thematisierte verschiedene Aspekte der Bodennutzung, darunter die gute fachliche Praxis, die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit, die Bekämpfung von Bodenmüdigkeit sowie die Rolle des Bodens im urbanen Raum.

Jürgen Mertz, Präsident des ZVG, hob hervor, dass der Boden die fundamentale Basis für die landwirtschaftliche und gartenbauliche Produktion darstellt.

Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für frische, regionale und saisonale Produkte des Gartenbaus und damit Basis einer gesunden Ernährung.

Auch für die Entwicklung funktionsfähiger Grünflächen in Städten sind gesunde Böden essenziell, insbesondere im Hinblick auf deren kühlende Wirkung. Dies betonte Staatssekretär Gunther Adler vom Bundesumweltministerium. Adler wies zudem darauf hin, dass der Boden einen Ort vielfältiger Biodiversität darstellt, dessen Bedeutung oft unterschätzt wird.

Clemens Neumann, Abteilungsleiter im BMEL, unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit gesunder Böden für den Gartenbau. Er warnte vor der fortschreitenden Landversiegelung und erinnerte daran, dass die Ressource Boden begrenzt ist. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den täglichen Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf maximal 30 Hektar zu reduzieren.

Der Tagungsband zum Fachkongress „Gesunder Boden – Gesunder Gartenbau“ wird in Kürze unter www.g-net.de verfügbar sein.

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