Sebalder Höfe: Neues Quartier am Rathenauplatz

Auf dem Areal der ehemaligen Sebaldus-Druckerei entstehen die Sebalder Höfe – ein 65-Millionen-Euro-Projekt mit Büros, Einzelhandel, Wohnungen und begrünten Innenhöfen im Herzen Nürnbergs.

Projekt verbindet Wohnen und Arbeiten

Auf dem Gelände der ehemaligen Sebaldus-Druckerei am Nürnberger Rathenauplatz entsteht mit den Sebalder Höfen ein neues Wohn- und Geschäftsquartier. Auf rund 22.000 Quadratmetern entwickelt sich eine „Stadt in der Stadt“, die Arbeiten, Wohnen und Einzelhandel miteinander verbindet.

Nach dem Abbruch der alten Produktionshallen im Sommer 2005 wurde im Juli 2006 der Grundstein für das 65-Millionen-Euro-Projekt gelegt. Die Umsetzung erfolgt durch die Hochtief Construction AG, Niederlassung Bayern.

Modernes Tor zur Altstadt

Entlang der Laufertormauer entsteht ein moderner Gewerbebau, der als neues „Tor zur Altstadt“ fungieren soll. Ziel der Planung ist es, die Lücke in der historischen Stadtmauer zu schließen und dem Altstadtring eine klare bauliche Kontur zu verleihen.

Die geschichtete Natursteinfassade nimmt Bezug auf die bestehende Stadtmauer und schafft einen harmonischen Übergang zwischen Historie und zeitgemäßer Architektur. Das Gebäude ist als flexibel teilbares Bürohaus konzipiert.

Über ein kleineres Wohn- und Geschäftsgebäude am Äußeren Laufer Platz führt der Zugang zu einem zentralen Platz mit Einzelhandelsflächen. Ein begrünter Innenbereich mit terrassierten Außenanlagen trennt öffentliche und private Zonen.

Acht Höfe mit durchlässiger Struktur

Die Begrünung orientiert sich an den Stadtgärten des 19. Jahrhunderts. Bis 2010 sollen insgesamt acht Höfe entstehen. Eine kleinteilige Bebauung und zahlreiche Zugänge sorgen dafür, dass kein abgeschlossener Block entsteht, sondern ein durchlässiges Quartier mit urbaner Qualität.

Der sechsgeschossige Neubau schließt südlich und westlich an bestehende Gebäude an. Teile der unterirdischen Produktions- und Lagerhallen werden verfüllt, andere Bereiche mit einer Tiefgarage überbaut. Diese bietet Platz für rund 300 Stellplätze.

Erhalten blieben Teile der Wände eines ehemaligen Papierrollenlagers mit 60 Metern Länge, 35 Metern Breite und zehn Metern Höhe. Die Wände wurden rückverankert, um die Bestandsdecke abbrechen zu können. Eine neue, zwei Meter tiefer liegende Stahlbetondecke geht in die Bodenplatte der Tiefgarage über.

Massiver Rohbau mit hochwertigen Betonen

Auf der Ortbetonbaustelle werden rund 12.500 Kubikmeter Beton verarbeitet, überwiegend in den Festigkeitsklassen C 30/37 und C 35/45. Geliefert wird der Baustoff von TBG Franken, einer Beteiligungsgesellschaft von HeidelbergCement.

Die Flächen verteilen sich auf 4.500 Quadratmeter Einzelhandel, 3.500 Quadratmeter Büroflächen sowie 500 Quadratmeter für ein Kindertheater. In den Bestandsgebäuden rund um das neue Quartier bleiben etwa 10.000 Quadratmeter Nutzfläche mit 101 Wohn- und Ladeneinheiten erhalten. Diese werden im Zuge der Entwicklung teilsaniert, ihre Nutzung bleibt jedoch bestehen.

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