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EMI: Abschwung vorerst gestoppt

Die deutsche Industrie kehrte im Oktober in die Wachstumszone zurück, wie der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index zeigt. Nach einem 15-Monats-Tief stieg der Index wieder über 50 Punkte, was auf eine Erholung hindeutet.

Details zur Entwicklung im Industriesektor

Die jüngsten EMI-Daten zeichnen ein gemischtes Bild von der Lage im Industriesektor. Einerseits befinden sich die Rohstoffpreise – sehr zur Freude unserer Einkäufer – weiter auf Talfahrt. Andererseits hat das Neugeschäft den zweiten Monat in Folge abgenommen.

Dies betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt.

Der EMI ist nicht im freien Fall. Zumindest im Oktober kehrte er in die Wachstumszone zurück.

Erklärte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, gegenüber dem BME. Sie führte weiter aus, dass die aktuelle konjunkturelle Abkühlung vermutlich eine „normale“ Konjunkturdelle darstelle und keine schwere Rezession.

Ausblick und politische Forderungen zur Wirtschaftslage

Ob die Abschwächung bereits ihr Ende gefunden hat, bezweifelt die Helaba-Bankdirektorin. Üblicherweise zögen sich solche Konjunkturdellen etwas länger hin. Eine Konjunkturerholung werde daher erst im Frühjahr des kommenden Jahres erwartet. Zu diesem Zeitpunkt könnten die Abschwächung des Euros sowie der Rückgang der Energiepreise als positive Konjunkturimpulse wirken.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt alles in allem getrübt. Die Konjunktur wird von mehreren Seiten ausgebremst.

Dies sagte DIHK-Chefvolkswirt Dr. Alexander Schumann dem BME. Konflikte und Kriege sowie eine heimische Wirtschaftspolitik mit zunehmenden Belastungen für Unternehmen hinterließen ihre Spuren. Schumann erwartet, dass sich dieses Bild in den kommenden Monaten halten wird, und forderte die Bundesregierung auf, Investitionshürden abzubauen.

05.11.2014

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