Allgemeines, Naturschutz

EU-Agrarreform: Ökologisierung droht zu scheitern

Die bevorstehende Verhandlungswoche zur EU-Agrarreform birgt die Gefahr, dass die angestrebte Ökologisierung der europäischen Landwirtschaft scheitert. Der ökologische Landbau fordert von Agrarministerin Aigner, sich für eine effektive Umsetzung des Greenings einzusetzen und die automatische Anerkennung nicht aufzugeben.

Hintergrund und Forderungen zur EU-Agrarreform

Die entscheidende Verhandlungswoche zur EU-Agrarreform steht bevor, und der ökologische Landbau fordert von Agrarministerin Aigner, im Sinne der Bürger zu handeln. Es besteht die Gefahr, dass die angestrebte Ökologisierung der europäischen Landwirtschaft lediglich auf dem Papier stattfindet, sollte sich die Opposition gegen das sogenannte Greening der ersten Säule in den Trilog-Verhandlungen durchsetzen.

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, öffentliche Gelder ausschließlich für öffentliche Leistungen zu vergeben. Dies hat hohe Erwartungen in Bezug auf eine ökologischere Landwirtschaft geweckt. Sollte das Ziel einer grüneren und gerechteren Agrarpolitik verfehlt werden, wäre dies eine große Enttäuschung.

Deutschland ist aufgefordert, seine führende Rolle in Europa wahrzunehmen und sich konsequent für eine effektive Ökologisierung der Landwirtschaft einzusetzen. Der ökologische Landbau muss durch die Reform gestärkt werden. Er leistet umfassende Beiträge für Gesellschaft und Natur, indem er Klima, Böden und Gewässer schützt sowie die Artenvielfalt erhält.

Die geplante automatische Anerkennung des ökologischen Landbaus im Rahmen des Greenings darf in den finalen Verhandlungsrunden nicht aufgegeben werden. Zudem sollte der ökologische Landbau in der zweiten Säule, die die Förderung der ländlichen Entwicklung umfasst, zu einem Schwerpunkt ausgebaut werden.

In der letzten Juni-Woche sollen sich Ministerrat, Europäisches Parlament und EU-Kommission auf die Ausgestaltung der EU-Agrarreform einigen. Sollte der Trilog in diesem Zeitraum keine Einigung erzielen, müsste Litauen die weiteren Verhandlungen organisieren, da das Land am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft von Irland übernimmt.

21.06.2013

Zurück