Büroorganisation und Verwaltung

Erzeugerpreise im Januar 2024: Rückgang um 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sanken im Januar 2024 um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist das erste Ergebnis nach der Umstellung des Erzeugerpreisindex auf das neue Basisjahr 2021.

Energiepreise als Hauptfaktor für den Rückgang der Erzeugerpreise

Der Hauptgrund für den Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat waren die sinkenden Energiepreise. Energie war im Januar 2024 um 11,7 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Im Dezember 2023 betrug die Veränderungsrate noch -15,1 Prozent.

Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate bei Energie hatten die Preisrückgänge für Erdgas. Die Gaspreise fielen über alle Abnehmergruppen hinweg um 19,8 Prozent gegenüber Januar 2023. Strom kostete im Januar 2024 über alle Abnehmergruppen 16,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Mineralölerzeugnisse waren um 7,4 Prozent billiger als im Januar 2023. Leichtes Heizöl verzeichnete einen Rückgang von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Preise für Kraftstoffe um 6,0 Prozent niedriger lagen.

Entwicklung bei Vorleistungsgütern, Konsum- und Investitionsgütern

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im Januar 2024 um 0,5 Prozent niedriger als im Januar 2023. Gegenüber Dezember 2023 stiegen sie um 0,3 Prozent.

Die Preise für Vorleistungsgüter sanken im Januar 2024 um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich durch die Preisentwicklung bei Metallen und chemischen Grundstoffen verursacht. Metalle waren 8,1 Prozent billiger, wobei Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen 11,0 Prozent weniger kosteten und Betonstahl in Stäben um 14,2 Prozent sank.

Chemische Grundstoffe waren insgesamt 12,7 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Besonders stark sanken die Preise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-38,8 Prozent). Papier und Pappe waren 21,6 Prozent billiger, Futtermittel für Nutztiere 18,4 Prozent billiger.

Gleichzeitig gab es Preissteigerungen bei nichtmetallischen Sekundärrohstoffen wie Altpapier (+14,2 Prozent). Baukies und natürliche Sande kosteten 10,9 Prozent mehr, Kalk 10,1 Prozent mehr.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Januar 2024 um 1,1 Prozent höher als im Januar 2023. Nahrungsmittel kosteten 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Frucht- und Gemüsesäfte verteuerten sich um 17,5 Prozent, Süßwaren um 11,9 Prozent und Zucker um 11,6 Prozent.

Günstiger als im Vorjahresmonat waren insbesondere nicht behandelte pflanzliche Öle (-21,8 Prozent), Butter (-13,8 Prozent), Käse und Quark (-13,6 Prozent) sowie flüssige Milch (-10,6 Prozent).

Gebrauchsgüter waren im Januar 2024 um 1,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Preise für Investitionsgüter lagen 3,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat, bedingt durch Preissteigerungen bei Maschinen (+4,0 Prozent) sowie bei Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+2,4 Prozent).

Umstellung des Erzeugerpreisindex auf Basisjahr 2021

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte wurde mit dem Berichtsmonat Januar 2024 auf das neue Basisjahr 2021 umgestellt. Die Umstellung auf ein neues Basisjahr erfolgt turnusmäßig etwa alle fünf Jahre. Das zugrunde liegende Wägungsschema basiert auf dem gewerblichen Inlandsabsatz im Jahr 2021.

Mit dieser Umstellung wurden alle Indizes ab Januar 2021 unter Berücksichtigung des neuen Wägungsschemas neu berechnet. Die auf der alten Basis 2015 ermittelten Preisindizes sind damit nicht mehr gültig.

08.03.2024

Zurück