Spargel einmal anders zubereiten
Anstatt Spargel immer nur klassisch mit Sauce Hollandaise oder geschmolzener Butter zu servieren, schmeckt das königliche Gemüse auch in ungewöhnlichen Kombinationen hervorragend. Mit neuen Gewürzen und Aromen lässt sich während der Spargelsaison viel Abwechslung auf den Tisch bringen.
Mit Ingwer und Knoblauch würzen
Für eine asiatische Zubereitung wird Spargel schräg in Stücke geschnitten und in Öl angebraten, bis er Farbe bekommt. Anschließend wird er mit zwei Esslöffeln Sojasauce, zwei feingehackten Knoblauchzehen, einem Esslöffel geriebener Ingwerknolle und einem Spritzer Worcestershiresauce gewürzt. Zum Schluss empfiehlt es sich, das Gericht mit etwas asiatischem Sesamöl und Sesamsamen zu verfeinern – so wird aus deutschem Gemüse eine exotische Beilage zu Fleisch oder Fisch. Für diese Zubereitung eignen sich sowohl grüner als auch weißer Spargel.
Mit Erdbeeren kombinieren
In Olivenöl gebraten lässt sich Spargel mit gehacktem Knoblauch, grobem Meersalz und Pfeffer gut mit mediterranen Gerichten kombinieren. Wird er bissfest blanchiert, eignet er sich zudem hervorragend als Salatzutat. Klassisch harmoniert Spargel mit halbierten Kirschtomaten, Parmesan-Spänen und Basilikum.
Wer es fruchtiger mag, kann statt Tomaten frische Erdbeerstücke verwenden. Gewürzt wird der Salat mit einer Vinaigrette aus zwei Teilen Olivenöl, einem Teil weißem Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer und etwas Zucker oder Honig. Ein Teelöffel Senf verleiht dem Dressing eine würzige Note. Geröstete Pinienkerne ergänzen den Salat nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch.
Exotisch mit Kokosmilch
Besonders exotisch wird Spargel, wenn er als Einlage für eine Suppe aus Kokosmilch, Currypaste, Chili und Limette verwendet wird. Auch im Wok gebraten mit Garnelen, Chili und chinesischer Hoisin-Sauce schmeckt Spargel überraschend anders.
Weitere Zubereitungsmöglichkeiten sind paniert und gebraten, als Belag für Flammkuchen, in einer Quiche, in der Spaghetti-Sauce oder im Risotto. Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e. V. rät daher, ruhig einmal mutig zu sein: Neue Rezepte bringen Abwechslung auf den Tisch und machen Spargel noch spannender.
Weißer oder grüner Spargel?
In exotischen oder mediterranen Rezepten wird häufig grüner Spargel verwendet. Doch auch die weißen Stangen eignen sich bestens für kulinarische Experimente, empfiehlt das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände e. V., ein Zusammenschluss von rund 1.300 Betrieben in ganz Deutschland. Botanisch handelt es sich bei beiden Varianten um dieselbe Pflanze: Asparagus officinalis.
Die Farbunterschiede entstehen durch die Anbauweise. Weißer Spargel wird unter der Erde gestochen, bevor er Licht bekommt, was ihm seinen besonders milden Geschmack verleiht. Der Anbau mit Erddämmen hat in Deutschland deshalb Tradition. Grüner Spargel wächst dagegen aus der Erde heraus und verfärbt sich durch das Sonnenlicht. Dabei entstehen Inhaltsstoffe, die für ein kräftigeres Aroma sorgen.
Eine Zwischenform ist violetter Spargel: Bei ihm ragen zur Erntezeit nur die Spitzen aus der Erde und verfärben sich leicht.
Rezept: Spargelcremesuppe mit Flusskrebs-Wan-Tan
Zutaten für 5 Portionen
- 1 Liter Spargelfond
- 40 g Butter
- 40 g Mehl, gesiebt
- 200 ml Sahne
- 5 Wan-Tan-Teigblätter
- 200 g Flusskrebsfleisch
- 1 Ei
- 1 Stange Zitronengras
- 1 TL Ingwer, gerieben
- Saft einer Limette + 1 TL Limettenabrieb
- 50 g Paniermehl, gesiebt
Zubereitung
Spargelcremesuppe:
Butter in einem Topf zerlassen und das gesiebte Mehl unter ständigem Rühren einarbeiten, bis eine klumpenfreie Mehlschwitze entsteht. Den abgekühlten Spargelfond schrittweise zugeben und unter Rühren zum Kochen bringen. Fünf bis zehn Minuten köcheln lassen, um eine gute Bindung zu erzielen. Anschließend die Sahne zugeben, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Flusskrebs-Wan-Tan:
Neutrales Öl in einer Pfanne erhitzen und die gesäuberten, trocken getupften Flusskrebsschwänze kurz anbraten. Limettensaft, angedrücktes Zitronengras, Ingwer und Limettenabrieb zugeben und einkochen, bis kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, abkühlen lassen und das Zitronengras entfernen.
Paniermehl und Eigelb unter die Masse mischen, walnussgroße Klößchen formen und gleichmäßig auf die Wan-Tan-Teigblätter verteilen. Die Teigränder mit Eiklar bestreichen, die Ecken zusammenführen und zu Bonbons drehen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 °C etwa fünf Minuten backen. Kurz vor dem Servieren die Wan-Tan in die Suppe geben.
