Hintergrund und Ziele der Torfminderung
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sucht ein Projektkonsortium, das Gartenbaubetriebe bundesweit bei der Reduzierung von Torf fachlich begleitet und unterstützt. Die Bewerbungsfrist für interessierte Konsortien wurde bis zum 23. Juli 2021 verlängert.
Der vollständige Förderaufruf ist online verfügbar. Die Bundesregierung strebt einen schrittweisen Ausstieg aus der Torfverwendung an, der bis 2030 weitgehend abgeschlossen sein soll. Dies wirft in den rund 50.000 betroffenen Gartenbaubetrieben zahlreiche Fragen auf, da Torf in vielen dieser Unternehmen derzeit noch ein Hauptbestandteil von Substraten und Erden ist.
Unterstützung durch Fachstellen
Zur Unterstützung der Betriebe bei dieser Umstellung plant das BMEL die Einrichtung von Fachstellen. Diese sollen die Praxisbetriebe während der gesamten Umstellungsphase individuell begleiten und zu produktionstechnischen sowie betriebswirtschaftlichen Aspekten der Torfreduzierung informieren. Die Fachstellen fungieren dabei als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis.
Ihre Aufgabe ist es, Ergebnisse aus Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Versuchen von Bund- und Ländereinrichtungen zur Torfminderung, wie beispielsweise Ter2 und ToSBa, zu vermitteln. Um eine effiziente und einheitliche Umsetzung der Fachinformationen zu gewährleisten, wird das BMEL ein Konsortium über einen Zeitraum von vier Jahren fördern. Einer der Partner innerhalb dieses Konsortiums übernimmt die Rolle des Gesamtkoordinators und ist zudem für den Austausch mit weiteren Akteuren zuständig.
Entsprechende Konsortien, bestehend aus mindestens fünf Fachstellen, können ihre Projektskizzen bis zum 23. Juli 2021 bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), dem Projektträger des BMEL, einreichen.
