Klimafreundliche Mobilität im Wohnumfeld fördern
Ein neues Projekt, gefördert vom Bundesumweltministerium, widmet sich der Frage, wie Menschen dazu motiviert werden können, ihr Auto für kurze Wege häufiger stehen zu lassen. Unter dem Titel „Wohnen leitet Mobilität“ sollen neue Möglichkeiten für eine klimafreundliche Mobilität im Wohnumfeld geschaffen werden.
Das Vorhaben zielt darauf ab, Mieterinnen und Mietern in bis zu fünf Metropolregionen attraktive Optionen aufzuzeigen, um auf Alternativen zum Auto umzusteigen. Dies soll sowohl dem Klimaschutz als auch der eigenen Gesundheit zugutekommen. Oft folgen Mobilitätsentscheidungen für kurze Wege im Wohnumfeld der Gewohnheit. Die Projektpartner möchten hier praktikable und klimafreundliche Alternativen entwickeln.
Durch die Bereitstellung verschiedener Mobilitätsangebote direkt am Wohnstandort soll die Auswahl erhöht und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Zu diesen Angeboten zählen beispielsweise sichere Abstellanlagen für Fahrräder, Rollatoren und Kinderwagen sowie die Einrichtung von Carsharing-Stationen im Wohngebiet. Auch das Aushängen von Busfahrplänen am Schwarzen Brett der Wohnanlage gehört zu den Maßnahmen.
Die Umsetzung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleistern. Entscheider erhalten Informationen über geeignete Maßnahmen und Beratung zur Realisierung. Ein umfassender Leitfaden soll Wohnungsunternehmen dabei unterstützen, Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität umzusetzen. Mieterinnen und Mieter erhalten zudem Informationen und Tipps zu klimaverträglichem Mobilitätsverhalten.
Das Verbundprojekt wird in den kommenden drei Jahren mit rund 1,1 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gefördert. Projektpartner sind der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) als Koordinator, das Öko-Institut und der Deutsche Mieterbund (DMB).
