FDP-Fraktion würdigt Bedeutung der Gartenschauen für Wirtschaft und Kommunen
Mit einem Besuch auf dem Gelände der Landesgartenschau in Bad Herrenalb hat die FDP-Landtagsfraktion ihr Interesse am Garten- und Landschaftsbau und an den Gartenschauen in Baden-Württemberg bekräftigt. Angeführt wurde die Delegation von Fraktionsvorsitzendem Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL. Zahlreiche weitere Abgeordnete sowie Vertreter von Stadt, Verbänden und Förderungsgesellschaft nahmen teil.
„Baden-Württembergs Gartenschauen sind ein Dauererfolg. Sie bringen Städte wie Bad Herrenalb in ihrer Entwicklung voran und außerdem Besucher und mittelständische Gartenbaubetriebe aus dem ganzen Land zusammen.“
Nach Einschätzung der Liberalen setzen Landesgartenschauen wichtige Impulse für die Infrastruktur. Das Land stellt für eine Gartenschau zwei Millionen Euro an Investitionszuschüssen bereit. Weitere Fördermittel können bis zu 50 Prozent der Kosten abdecken. Die vergleichsweise geringen Landesmittel lösen laut Fraktion ein Vielfaches an Investitionen durch Kommunen und Unternehmen aus.
Branche als Wirtschaftsfaktor im Ländlichen Raum
„Der Garten- und Landschaftsbau ist einer der schönsten Wirtschaftsfaktoren, die wir im Ländle haben. Die Branche schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze und bringt Lebensqualität in Gärten, Straßen und Parks."
Gewürdigt wurden insbesondere der Einsatz des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg sowie der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen. Die Mitgliedsbetriebe nutzten die Schau als Plattform, um ihre gestalterische Kompetenz zu präsentieren.
„Hier haben Sie ein hervorragendes Podium, um die beeindruckende Gestaltungskunst Ihrer Garten- und Landschaftsbetriebe zur Freude der Bürger zu demonstrieren“
Auch aus Sicht des Verbandes zeigen Gartenschauen ihre langfristige Wirkung.
„Hier in Bad Herrenalb können wir in Sachen Gartenschauen eindrucksvoll dokumentieren, welche unglaubliche Kraft in diesem Förderprogramm des Landes steckt „Mit der Gartenschau hat sich die Stadt auf Jahre hinaus beste ‚weiche Standortfaktoren‘ geschaffen. Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Wirtschaftsunternehmen in Bad Herrenalb und in der Umgebung werden dies sicherlich honorieren!“
Kritik an Rahmenbedingungen
Trotz der positiven Bilanz sieht der Berufsstand auch Herausforderungen. Kritisch bewertet wird die Konkurrenz durch Einrichtungen der öffentlichen Hand.
„Uns liegen konkrete Beispiele vor, bei der die Gemeinde A für Gemeinde B der Sprechblasen pflegt, das widerspricht eindeutig der Gemeindeordnung und ist auch politisch nicht gewollt“
Zunehmende Probleme bereiten zudem knapper werdende Deponiekapazitäten für Erdaushub. Immer mehr Erddeponien schließen, neue Standorte werden kaum ausgewiesen.
„Wenn unsere Betriebe den Erdaushub nicht mehr ortsnah entsorgen können, sondern dafür kilometerweit fahren müssen, ist das ökologischer Unfug und verteuert das Bauen für den Bürger!“
Auch drohende Diesel-Fahrverbote und mögliche Nachrüstpflichten für Transportfahrzeuge werden als Belastung wahrgenommen.
„In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn für das Wachstum benötigte Transportfahrer teuer nachgerüstet werden müssen, an den Wochenenden aber eine Oldtimer-Ralley nach der anderen stattfindet?“
Beim Rundgang über das Ausstellungsgelände verschafften sich die Abgeordneten einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Garten- und Landschaftsbaus und von der nachhaltigen Wirkung der Gartenschau auf Stadtentwicklung und Standortqualität.
