Kooperation zwischen Gärtnern und Energieversorger am Niederrhein
Rund 30 Teilnehmer des Unternehmertreffs von Agrobusiness Niederrhein besuchten den Gewächshauspark Neurath, um ein Kooperationsprojekt kennenzulernen. Dort wird auf einem ehemaligen Tagebaugelände Tomatenanbau mit Fernwärme betrieben.
Auf elf Hektar werden seit Juni Rispentomaten angebaut. Eine Erweiterung der Fläche ist vorgesehen. Die Gärtner Dirk Drießen, Carsten Knodt, Matthias Draek und Wilhelm Baum planen, jährlich 6.000 Tonnen der Sorte „Lyterno“ zu ernten. Die benötigte Wärmeenergie stammt aus dem nahegelegenen RWE-Kraftwerk und wird per Fernwärme geliefert.
Wilfried Pakmor von RWE Power informierte die Besucher über die Entwicklung des Einsatzes von Niedrigtemperaturwärme.
Durch ein spezielles Heizsystem wollen wir die Beheizung mit 40 Grad statt wie bisher 70 Grad warmem Wasser weiterentwickeln.
Die Vermarktung der Tomaten erfolgt über die Organisation Landgard, die bereits an der Projektentwicklung beteiligt war.
Technikeinsatz und Effizienz im Gewächshauspark
Neben der Energieversorgung ist der Einsatz moderner Technik ein Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Wilhelm Baum erläuterte, dass seit Erntebeginn Ende Oktober 30 Mitarbeiter von vollautomatischen Systemen unterstützt werden. Diese funkgesteuerten Fahrzeuge transportieren die Tomaten zwischen den Anbauflächen und der Abpackhalle.
Sie tragen damit maßgeblich zur Optimierung und effizienteren Gestaltung der Arbeitsabläufe bei.
Dr. Anke Schirocki, stellvertretende Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein, hob den Modellcharakter des Projekts hervor.
Als Netzwerkinitiative wollen wir den Erfahrungsaustausch unter unseren Partnern fördern. Das Projekt aus Neurath, also die Kombination von modernster Technik und nachhaltiger Energieversorgung, hat den Teilnehmern einen Einblick in die Innovationskraft des niederrheinischen Agrobusiness gewährt. Die Idee einer Vernetzung von Kompetenzen wurde hier vorbildlich realisiert.
