Verbände, Verbände und Organisationen

FGL Schleswig-Holstein baut Verbandsnetzwerk aus

05.01.2016

Mit Präsidentengesprächen stärkt der FGL Schleswig-Holstein sein Netzwerk in Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, Kooperationen auszubauen, gemeinsame Projekte anzustoßen und die Interessen des Garten- und Landschaftsbaus stärker zu vertreten.

Verbandsinitiative stärkt Zusammenarbeit mit Politik, Handwerk und Baugewerbe

Seit rund zehn Monaten steht Mirko Martensen an der Spitze des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL). Gemeinsam mit Geschäftsführer Achim Meierewert hat der 47-Jährige in dieser Zeit den Ausbau des Verbandsnetzwerkes vorangetrieben und zahlreiche Gespräche mit Politik, Verbänden und Institutionen geführt.

Nach seinem Amtsantritt ließ Martensen die Tradition der sogenannten Präsidentengespräche wieder aufleben. Seitdem hat der Verband mehr als 16 Treffen mit politischen Vertretern, Verbänden und Organisationen organisiert. Ziel der Initiative ist es, Kooperationen zu stärken, gemeinsame Interessen zu bündeln und die Anliegen des Garten- und Landschaftsbaus deutlicher zu vertreten.

Dialog mit Wirtschaft und Politik

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Austausch über aktuelle Herausforderungen der Branche sowie die Entwicklung gemeinsamer Strategien. Vertreter des Verbandes trafen sich unter anderem mit der IHK Flensburg, dem Baugewerbeverband Schleswig-Holstein sowie mehreren Kreishandwerkerschaften.

Nach Angaben des FGL-Präsidenten waren die Rückmeldungen aus Wirtschaft und Verbänden durchweg positiv.

„Es gibt viele Dinge, die uns alle betreffen. Durch einen noch engeren Schulterschluss mit anderen Verbänden, Institutionen und Entscheidern können wir mit einer kräftigeren Stimme sprechen“, erklärt Mirko Martensen.

Gerade in einem vergleichsweise kleinen Bundesland wie Schleswig-Holstein sei ein intensiver persönlicher Austausch besonders wichtig. Viele Aufgabenbereiche von Baugewerbe, Handwerk und Garten- und Landschaftsbau greifen unmittelbar ineinander.

Gemeinsame Projekte geplant

Aus den Gesprächen sind bereits erste Projektideen entstanden. Gemeinsam mit dem Baugewerbeverband Schleswig-Holstein wird beispielsweise ein gemeinsamer Auftritt auf der Baumesse NordBau diskutiert.

„Wir überlegen, mit einem Gemeinschaftsstand zum Thema ‚Grüne Stadt‘ zur NordBau zu gehen. Bauen mit Grün – das ist die Zukunft und das muss transportiert werden“, berichtet Achim Meierewert.

Darüber hinaus wollen die beteiligten Organisationen bei politischen Themen enger zusammenarbeiten. Ein Beispiel ist die sogenannte Umsatzsteuerprivilegierung von Kommunen. Diese ermöglicht es Städten und Gemeinden, Grünpflege- oder Handwerksleistungen steuerfrei anzubieten und damit günstiger als private Unternehmen.

Der Verband sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für Betriebe der freien Wirtschaft und möchte sich gemeinsam mit anderen Branchenverbänden für Änderungen einsetzen.

Initiativen für Ausbildung und Integration

Auch Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern gehörten zu den Präsidentengesprächen. Vertreter des Verbandes trafen unter anderem den schleswig-holsteinischen Umweltminister Dr. Robert Habeck sowie mehrere Bundestagsabgeordnete.

Aus diesen Kontakten entstand unter anderem die Idee für ein Integrationsprojekt. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg plant der Verband einen Aktionstag im Regionalen Bildungszentrum Kiel.

Dort sollen Geflüchtete die sieben Ausbildungsberufe im Gartenbau kennenlernen und die Möglichkeit erhalten, Praktika in Ausbildungsbetrieben zu absolvieren.

Positive Zwischenbilanz nach dem ersten Amtsjahr

Zum Ende seines ersten Amtsjahres zieht Martensen eine positive Zwischenbilanz. Durch die zahlreichen Gespräche habe der Verband seine Positionen im Land deutlich sichtbarer gemacht und neue Kontakte aufgebaut.

Gleichzeitig betont er, dass erfolgreiche Netzwerkarbeit langfristiges Engagement erfordert und nur gemeinsam im Präsidium umgesetzt werden kann. Bei einer Klausurtagung Anfang Dezember signalisierten alle Präsidiumsmitglieder ihre Unterstützung für den weiteren Ausbau des Netzwerks.

Der FGL Schleswig-Holstein will damit künftig noch stärker als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auftreten und die Interessen des Garten- und Landschaftsbaus im Land vertreten.

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