Hintergrund und Ziele des Forschungskonzepts
Der vom BMEL initiierte Koordinierungskreis bündelt Forschungsaktivitäten zum Eschentriebsterben auf Bundesebene und wird von der FNR als Projektträger des BMEL geleitet. Das Eschentriebsterben bedroht die Existenz der Gemeinen Esche in Deutschland und weiten Teilen Europas. Trotz intensiver Forschung konnte bislang kein Durchbruch erzielt werden.
Der BMEL-Koordinierungskreis hat das Ziel, weiteren Forschungsbedarf zu identifizieren und die Verwertung der Ergebnisse zu unterstützen. Angestrebt wird eine stärkere Standardisierung der Forschungsarbeiten, um die Vergleichbarkeit der Resultate aus den einzelnen Bundesländern zu gewährleisten. Dies soll die Erarbeitung einheitlicher und gebündelter Handlungsempfehlungen ermöglichen und auf das potenzielle Auftreten weiterer Schaderreger vorbereiten.
Prioritäre Forschungsfelder
Die Bekämpfung des Eschentriebsterbens erfordert einen multidisziplinären Ansatz. Im Forschungskonzept wird der Identifizierung und Kartierung von Toleranzen und Resistenzen die höchste Priorität eingeräumt, da dies die größte Aussicht auf kurzfristigen Erfolg bietet. Entsprechende Bäume könnten als Grundlage für Erhaltungsplantagen dienen.
Ebenso wichtig ist die weitere Untersuchung des Schaderregers sowie anderer sekundärer Schadorganismen. Für Waldbesitzer sind zudem Handlungsempfehlungen zum Umgang mit geschädigten Beständen erforderlich. Daher müssen waldbauliche Strategien entwickelt und zielgerichtet an die Praxis kommuniziert werden.
Das Forschungskonzept Eschentriebsterben ordnet diverse Forschungsthemen nach Priorität und zeitlicher Relevanz ein und steht online zum Download zur Verfügung.
