Freisprechungsfeier würdigt neue Fachkräfte im Emsland
Im Emsland haben im Sommer 2025 insgesamt 45 Auszubildende ihre Berufsabschlussprüfung im Gärtnerberuf erfolgreich abgelegt. Den größten Anteil stellten mit 37 Absolventinnen und Absolventen die angehenden Fachkräfte der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Hinzu kamen zwei Prüflinge aus der Baumschule, ein Absolvent aus dem Gemüsebau sowie fünf aus dem Zierpflanzenbau. Gemeinsam mit sechs neuen Floristinnen und Floristen sowie fünf erfolgreichen Teilnehmern der Winterprüfung feierten sie am 28. Juni in der Jugendherberge Lingen ihren Abschluss.
Organisiert wurde die Feier vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Ehrengast der Veranstaltung war der Landtagsabgeordnete Christian Fühner (CDU).
Duale Ausbildung als Basis für den Berufsweg
Reinhard Kaß von der GaLaBau Emsland GmbH & Co. KG begrüßte die Absolventinnen und Absolventen im Namen des Veranstalters. Er hob die Bedeutung der dualen Ausbildung hervor und verwies auf die vielfältigen Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
„Vertrauen Sie auf das, was Sie gelernt haben und trauen Sie sich etwas zu“
Auch Christian Fühner betonte in seiner Festrede die Bedeutung beruflicher Zufriedenheit und persönlicher Motivation.
„Nur wenn man Freude an seinem Job hat, kann man auch Großartiges leisten“
Gleichzeitig würdigte er die Leistungen der jungen Fachkräfte und dankte den Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften sowie Familien für ihre Unterstützung während der Ausbildungszeit.
Besondere Leistungen ausgezeichnet
Für hervorragende Prüfungsleistungen wurden mehrere Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Im Beruf Florist/in erhielt Jantje Günnemann die Ehrung als beste Absolventin. Sie absolvierte ihre Ausbildung bei „Blumenjunge“ in Nordhorn und erreichte die beste Schulnote sowie das beste Prüfungsergebnis.
Im Zierpflanzenbau wurde Hanna-Claire Mensing ausgezeichnet, die ihre Ausbildung beim Christophorus-Werk in Lingen absolvierte.
Der VGL Niedersachsen-Bremen e. V. ehrte zudem acht Nachwuchskräfte aus dem Garten- und Landschaftsbau für besonders gute Abschlussleistungen.
Die geehrten jungen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner
| Note | Vorname | Nachname | Ausbildungsbetrieb | Sitz des Betriebes |
|---|---|---|---|---|
| 1,4 | Steffen | Kleine Vennekate | Lansmann | Bad Bentheim |
| 1,4 | Carolin | Schleper | Lonnemann | Haselünne |
| 1,4 | Franziska | Triphaus | Lüske | Haselünne |
| 1,5 | Jannik | Mohaupt | KreativGarten | Lingen |
| 1,7 | Jennifer | Holz | Lüske | Haselünne |
| 1,8 | Moritz | Rethmann | Lonnemann | Haselünne |
| 1,8 | Elias | Rolfes | Borchers | Surwold |
| 1,9 | Robin | Frantzen | Foppe GaLaBau | Wietmarschen |
Nicht vor Ort war Moritz Rethmann.
Starke schulische Leistungen an der BBS 2 Meppen
Auch die Berufsbildenden Schulen Meppen zeichneten besonders erfolgreiche Auszubildende aus. Für herausragende schulische Leistungen im Beruf Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, wurden Steffen Kleine Vennekate und Jannik Mohaupt geehrt. Beide erreichten die Durchschnittsnote 1,1.
| Vorname | Name | Note | Ausbildungsbetrieb |
|---|---|---|---|
| Steffen | Kleine Vennekate | 1,1 | Lansmann |
| Jannik | Mohaupt | 1,1 | KreativGarten |
Praxisorientierte Abschlussprüfung
Die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau bleibt sowohl im Emsland als auch landesweit die mit Abstand stärkste Ausbildungsrichtung innerhalb des Gärtnerberufs. In Niedersachsen entfallen rund 80 Prozent aller gärtnerischen Ausbildungsverhältnisse auf diesen Bereich.
Die Abschlussprüfung umfasst neben theoretischen Inhalten auch ein praktisches landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk. Dabei müssen die Prüflinge unter anderem Höhen einmessen, Pflasterflächen mit Natur- und Betonsteinen herstellen, eine fachgerechte Baumpflanzung durchführen sowie Beet- und Rasenflächen anlegen.
Im mündlichen Teil stehen Fachkenntnisse zu Pflanzen, Werkstoffen, Arbeitsabläufen und betrieblichen Zusammenhängen im Mittelpunkt. Die praxisnahe Ausrichtung der Ausbildung schafft eine wichtige Grundlage für den späteren Berufsalltag.
Gute Perspektiven für den Berufsnachwuchs
Die Unternehmen im Garten- und Landschaftsbau suchen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Entsprechend positiv sind die Perspektiven für die neuen Absolventinnen und Absolventen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten durch Weiterbildungen zum Meister oder Techniker.
Auch ein anschließendes Studium, etwa im Bereich Landschaftsbau oder Ingenieurwesen, bietet vielfältige Karrierewege – beispielsweise in der Bauleitung oder im Projektmanagement.
Mit insgesamt 42 Prüflingen stellte der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. erneut die größte Absolventengruppe innerhalb der grünen Berufe in der Region.

