Gärtnerbetreute Grabfelder als zukunftsweisende Alternative
Im Mittelpunkt der Präsentation standen verschiedene Modelle gärtnerbetreuter Grabfelder. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass der Verstorbene namentlich und mit Lebensdaten genannt wird. Die Grabpflege ist über einen Dauergrabpflege-Vertrag für die erforderliche Anzahl von Jahren abgesichert. Diese Grabanlagen stellen eine Alternative zu anonymen Bestattungsformen dar.
Ein besonderes Modell ist der Memoriam-Garten. Hierbei ist die Grabanlage wie ein Garten gestaltet, ohne sichtbare Grabgrenzen. Stattdessen finden sich dort Blumen, Pflanzen, Sitzgelegenheiten, oft auch kleine Wasserbecken und Kunstobjekte.
Insbesondere mit dem 'Memoriam-Garten' kommt aber auch noch ein weiterer wichtiger Punkt zum Tragen: Die Grabanlage ist wie ein Garten gestaltet, es gibt keine sichtbaren Grabgrenzen, dafür aber viele Blumen und Pflanzen, Sitzgelegenheiten, oft auch ein kleines Wasserbecken und Kunstgegenstände. Der Memoriam-Garten ist damit vor allem ein Ort der Hinterbliebenen, denn er ermöglicht es den Trauernden, sich in einem würdigen Umfeld an die Verstorbenen zu erinnern. Es ist ganz einfach ein Ort, der den Menschen und dem Friedhof gut tut.
Dies betonte Birgit Ehlers-Ascherfeld, stellvertretende Vorsitzende des BdF. Sie war 2009 maßgeblich an der Entwicklung des Memoriam-Gartens auf der BUGA Schwerin beteiligt.
Praxisbeispiele und Erfolgsfaktoren für die Umsetzung
Stefan Friedel, Geschäftsführer der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH, und Andreas Mäsing, Geschäftsführer der Friedhofsgärtner Gelsenkirchen eG, stellten in ihren Präsentationen praktische Beispiele gärtnerbetreuter Grabanlagen vor. Sie zeigten, wo solche Anlagen bereits existieren, wie sie funktionieren und wie sie von der Bevölkerung angenommen werden. Dabei wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten analysiert.
Das Fazit der Darstellungen war, dass eine erfolgreiche Umsetzung solcher Projekte eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gewerken erfordert. Die über 70 anwesenden Teilnehmer zeigten großes Interesse an den Informationen, was sich in einer intensiven Diskussion widerspiegelte. Viele Friedhofsverwalter sehen in gärtnerbetreuten Grabfeldern, wie dem Memoriam-Garten, eine Antwort auf die Konkurrenz durch friedhofsferne Bestattungsangebote. Sie ermöglichen die Schaffung eines würdigen und Trost spendenden Ortes auf dem Friedhof für Hinterbliebene.