Krokusse und Frühblüher bringen Farbe und Besucher in urbane Grünanlagen
Frühblühende Blumenzwiebeln gewinnen in Städten und öffentlichen Grünanlagen zunehmend an Bedeutung. Krokusse, Schneeglöckchen und andere Zwiebelpflanzen setzen bereits im zeitigen Frühjahr farbige Akzente und werden vielerorts gezielt zur Aufwertung urbaner Freiräume eingesetzt.
Besonders bekannt ist der Schlosspark in Husum, dessen Millionen Krokusse jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen. Die lilablauen Blütenteppiche haben sich dort zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt.
Krokusblüte als Standortfaktor
Die Husumer Krokuswiesen gelten als eine der größten Wildkrokusflächen Europas. Vermutlich wurden die Pflanzen bereits im 17. Jahrhundert angelegt. Statt des eigentlichen Safran-Krokusses kam allerdings Crocus neapolitanus zum Einsatz.
Die Blüte wird heute nicht nur touristisch genutzt, sondern auch vom Einzelhandel für Veranstaltungen und Aktionen rund um das Krokusblütenfest aufgegriffen.
Düsseldorf setzt auf das „Blaue Band am Rhein“
Auch Düsseldorf setzt seit einigen Jahren auf großflächige Krokuspflanzungen. Auf Initiative von „Pro Düsseldorf“ wurden seit 2008 Millionen Krokusknollen entlang des Rheinufers gepflanzt.
Inzwischen erstreckt sich das sogenannte „Blaue Band am Rhein“ über rund 2,5 Kilometer. Unterschiedliche Krokusarten und -sorten sorgen dabei für eine verlängerte Blütezeit.
Die Pflanzungen wurden teilweise maschinell und teilweise per Hand durchgeführt. Die Blütenflächen haben sich inzwischen zu einem beliebten Ziel für Spaziergänger und Hobbyfotografen entwickelt.
Pflegeleichte Frühjahrsblüher für öffentliche Grünflächen
Für Städte und Kommunen bieten Blumenzwiebeln vergleichsweise kostengünstige Möglichkeiten zur saisonalen Aufwertung von Grünflächen. Viele Arten verwildern mit der Zeit und vermehren sich selbstständig.
Wichtig ist jedoch, dass die Pflanzen nach der Blüte ausreichend Zeit zum Einziehen erhalten. In der Regel sollten Flächen sechs bis acht Wochen nach der Blüte nicht gemäht werden.
Neben Krokussen eignen sich auch Schneeglöckchen, Winterlinge, Traubenhyazinthen, Blausternchen oder Porzellanblümchen für naturnahe Pflanzungen in Rasenflächen, an Gehölzrändern oder in Staudenbeeten.
Naturnahe Pflanzungen gewinnen an Bedeutung
Während Blumenzwiebeln früher häufig in formalen Beeten eingesetzt wurden, dominieren heute zunehmend natürlich wirkende Pflanzkonzepte. Besonders im Garten- und Landschaftsbau werden Frühjahrsblüher gezielt zur Aufwertung von Parks, Straßenbegleitgrün und öffentlichen Aufenthaltsflächen verwendet.
Durch die Kombination mit Bodendeckern, Stauden und Gehölzen entstehen pflegeleichte Pflanzungen mit hoher Fernwirkung und saisonaler Attraktivität.
