Umweltbewusstsein beim Torfabbau und seine Folgen
Ökologische Aspekte gewinnen für deutsche Balkon- und Gartenbesitzer zunehmend an Bedeutung beim Kauf von Erden und Pflanzen. Eine Umfrage von forsa im Auftrag von toom Baumarkt unter 1.000 deutschen Gartenbesitzern im Januar 2015 beleuchtet diese Entwicklung.
Herkömmliche Blumenerde besteht zu einem Großteil, nämlich 80 bis 90 Prozent, aus Torf, der aus Mooren gewonnen wird. Die Entstehung einer ein Meter dicken Torfschicht in einem Moor dauert etwa 1.000 Jahre. Moore sind für das Klima und die Artenvielfalt von großer Bedeutung, da sie fast ein Drittel des weltweiten Kohlenstoffs speichern – doppelt so viel wie alle Wälder der Erde zusammen. Zudem entziehen sie der Atmosphäre jährlich 150 bis 250 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2).
Die forsa-Umfrage zeigt, dass etwa zwei Drittel der Befragten die Umweltschädigung durch den Torfabbau kennen. Für die Torfgewinnung werden Moorflächen entwässert, was zur Freisetzung großer Mengen klimaschädlichen CO2 führt. Die Trockenlegung und Reduzierung des natürlichen Torfbestands schädigen Moore nachhaltig und zerstören wichtige Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen.
69 Prozent der Hobbygärtner begrüßen es, dass Baumärkte und Gartencenter ihre Sortimente an torffreien Erden erweitern. Torffreie Erden, die auf Ersatzstoffen wie Kompost, Rindenhumus und Holzfasern basieren, bieten ähnliche bodenverbessernde Eigenschaften wie torfhaltige Blumenerden, versauern jedoch die Böden kaum. Sie eignen sich für Zimmerpflanzen, Kübelpflanzen, Balkonbepflanzung und Gartenbeete.
Ein Drittel der Befragten hat bereits torffreie Erde verwendet, wobei zwei Drittel davon die Qualität als mindestens gleichwertig oder besser einschätzen.
Der Trend zur Bio-Qualität im Garten
Die Umfrage verdeutlicht zudem, dass Hobbygärtner großen Wert auf die Qualität von Erden und anderen Gartenprodukten legen. Knapp zwei Drittel der Befragten achten darauf, dass Samen, Pflanzensetzlinge, Erde und Dünger in Bio-Qualität vorliegen. Besonders bei der Wahl von Blumen- und Gartenerde stufen 88 Prozent die Qualität als wichtig bis sehr wichtig ein. Dabei ist gute Qualität aus ökologischer Erzeugung für alle Altersgruppen, von 18- bis 29-Jährigen bis zur Generation 60 plus, gleichermaßen relevant.
Bereits jetzt sind torffreie Bio-Erden wie die „toom Naturtalent“-Kräuter-, Universal- sowie Tomaten- und Gemüseerde erhältlich. In Kombination mit „toom Naturtalent“-Tomaten, -Salaten, -Erdbeeren oder -Kräutern können Garten- und Balkonbesitzer so qualitäts- und umweltbewusst gärtnern.