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GaLaBau-Unternehmer in Kassel: Fachkräftemangel, Digitalisierung und Landesgartenschauen im Fokus

Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. in Kassel beleuchtete zentrale Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und die Zukunft der Landesgartenschauen. Diskutiert wurden Lösungsansätze und die Bedeutung der Ausbildung.

Wichtige Themen der GaLaBau-Branche in Kassel

Rund 150 Mitglieder und Gäste nahmen an der zweitägigen Mitgliederversammlung des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. (FGL) am 04. und 05. März in Kassel teil. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Fachkräftemangel, die Zukunft der Landesgartenschauen sowie die fortschreitende Digitalisierung der GaLaBau-Unternehmen.

Herausforderung Fachkräftemangel und die Rolle der Ausbildung

FGL-Präsident Jens Heger betonte, dass das Fachkräfteeinwanderungsgesetz für GaLaBau-Unternehmen keinen Zugang zu neuen Mitarbeitern schaffen werde. Dies liege daran, dass der Beruf des Landschaftsgärtners in anderen Ländern vielfach nicht in vergleichbarer Form existiere. Heger hob hervor, dass Unternehmen, die selbst ausbilden, den ersten Zugriff auf zukünftige Fachkräfte haben.

Der Verband fordert von der Politik eine stärkere Bewerbung der Vorteile der dualen Ausbildung und ihrer Karrierechancen. Seit dem Wintersemester 2016/2017 ist es in Hessen möglich, mit einem guten Ausbildungsabschluss als Landschaftsgärtner auch ohne Abitur an Hochschulen zu studieren.

Digitalisierung als Chance für den GaLaBau

BGL-Vize-Präsident Jan Paul sprach in seinem Grußwort die Digitalisierung im GaLaBau an. Er kündigte an, dass der Bundesverband diese Entwicklung zukünftig stärker unterstützen werde. Paul rief die Unternehmer dazu auf, sich dem Wandel zu stellen und die Möglichkeiten der Digitalisierung zu erkennen, zu nutzen und konsequent anzugehen, um weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen.

Die Digitalisierung wird auch als relevanter Faktor im Kampf gegen den Fachkräftemangel gesehen, da moderne Berufsausbildung und moderne Betriebe zur Sicherung zukünftiger Fachkräfte beitragen.

Landesgartenschauen und grüne Stadtentwicklung

Oliver Conz, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, unterstrich die wachsende Bedeutung des innerstädtischen Grüns und damit der Landesgartenschauen. Er hob hervor, dass Landesgartenschauen mit intelligenten grünen Lösungen den städtebaulichen Herausforderungen begegnen, denen sich Städte und Kommunen stellen müssen.

Landesgartenschauen begegnen mit intelligenten grünen Lösungen den wachsenden städtebaulichen Herausforderungen, denen sich die Städte und Kommunen heute stellen müssen.

Der Staatssekretär begrüßte die rege Teilnahme am Bewerbungsverfahren für die Hessische Landesgartenschau 2027, die viele Städte und Kommunen dazu anrege, sich mit den Chancen einer grünen Infrastruktur auseinanderzusetzen. FGL-Präsident Jens Heger sieht in den Landesgartenschauen eine Möglichkeit, Städte in ihrer Grünentwicklung nachhaltig zu fördern.

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau führt zu städtebaulichen Veränderungen und trägt zur Modernisierung der Städte bei. Die Landschaftsgärtner schlagen daher vor, den Rhythmus hessischer Landesgartenschauen von vier auf zwei Jahre zu verkürzen. Nach der BUGA 2021 findet die nächste Landesgartenschau in Hessen 2023 in Fulda statt. Thüringen folgt 2024 mit der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis.

Ehrungen und Mitgliedschaften

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden Ehrungen durch FGL-Präsident Heger und Staatssekretär Conz vorgenommen. Kevin Genzel und Leonhard Kuge wurden für ihre erfolgreiche Teilnahme am Bundes-Landschaftsgärtner-Cup 2019 auf der Bundesgartenschau in Heilbronn ausgezeichnet.

FGL-Präsident Heger überreichte zudem dem Geschäftsführer der Firma Fichter Garten- und Landschaftsbau GmbH, Otto Poppa aus Magdala, Urkunden und Medaillen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) für die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben der Bundesgartenschau in Heilbronn 2019.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verband wurden geehrt:

  • GaLaFlor GmbH aus Döllstädt
  • Fichter Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Magdala

Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

  • Gramenz Die Garten GmbH und Gramenz Neubau GmbH aus Wiesbaden
  • Baumpflege Rahmann aus Frankfurt
  • Reuter GaLaBau GmbH aus Langgöns
  • Kopf Gartenbau GmbH & Co. KG aus Ehrenberg (Rhön)

09.03.2020

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