Nachhaltige Stadtentwicklung durch grüne Konzepte
Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 (BUGA) demonstriert, wie sich Städte zukünftig entwickeln können, um lebenswert zu bleiben. Pflanzen bilden dabei den Kern der Gestaltung und dienen als gärtnerische Bausteine zur Schaffung neuer urbaner Räume.
Seit mehr als 60 Jahren geben Bundes- und internationale Gartenschauen neue Impulse zur Quartiersbildung und bieten den Bürgern Rückzugs- und Freizeitflächen für mehr Lebensqualität.
Diese Bundesgartenschau verdeutlicht, dass nachhaltige Stadtentwicklung nur mit Stadtgrün realisierbar ist. Eine ausgewogene Grün- und Freiraumentwicklung unterstützt nicht nur die Anpassung an Klimaveränderungen, sondern mildert auch deren Auswirkungen ab, fördert die Biodiversität und beeinflusst die alltägliche Lebensqualität sowie die Gesundheit der Menschen positiv. Die Vielfalt an Farben und Formen, die Besucher auf der BUGA erleben können, sowie die Anregungen für die Gestaltung von Gärten, Terrassen und Balkonen, sind dem Engagement der Gärtner zu verdanken.
Hintergrund und Gestaltung der BUGA Heilbronn
Die Bundesgartenschau in Heilbronn findet vom 17. April bis 6. Oktober 2019 statt. Eine innerstädtische Brachfläche wurde zu der Modelsiedlung „Neckarbogen“ umgestaltet. Dabei wird erstmalig eine Gartenausstellung mit einer Stadtausstellung verbunden. 150 Aussteller aus dem Produktionsgartenbau, den Baumschulen und die Friedhofsgärtner haben sich für Wettbewerbe im Freiland und in den 23 Blumenhallenschauen angemeldet.
Für die Eröffnungsschau wurden 1,3 Millionen Blumenzwiebeln, darunter Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, gesteckt, die das Gelände zum Blühen bringen. Hinzu kommen über 200.000 Frühjahrsblüher. Insgesamt waren 84 Planungsbüros und 85 Garten- und Landschaftsbaubetriebe an der Gestaltung des BUGA-Geländes beteiligt. Es wurden 964 Bäume gepflanzt sowie 1.700 Pappeln als Energieholz gesetzt, die im Laufe des Jahres Schatten spenden und im Oktober zur erneuerbaren Energie- und Wärmeerzeugung genutzt werden.
