Gartenbau im Dialog mit der Politik
Beim parlamentarischen Frühstück in Berlin nutzte der Zentralverband Gartenbau (ZVG) die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Abgeordneten und Mitarbeitenden des Deutschen Bundestages. Im Mittelpunkt standen aktuelle politische und wirtschaftliche Herausforderungen im Gartenbau, die für die Betriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Diskutiert wurde unter anderem die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, insbesondere im Bereich der Lückenindikationen. Ebenso standen Strategien zum einzelbetrieblichen Risikomanagement im Fokus, etwa im Umgang mit Extremwetterereignissen und Quarantäneschädlingen.
Forschung, Förderung und politische Unterstützung
Ein zentrales Thema war die Zukunft der gartenbaulichen Forschung und Lehre. Die Sicherung von Standorten und die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Kapazitäten gelten als entscheidend für die Innovationsfähigkeit der Branche.
ZVG-Präsident Jürgen Mertz hob die Unterstützung der Politik hervor, insbesondere beim Erhalt der Zierpflanzenbauforschung in Erfurt. Auch zusätzliche Fördermittel sowie die Fortführung bestehender Programme wurden positiv bewertet.
„Das erfolgreiche Bundesprogramm Energieeffizienz ermöglicht es unseren Betrieben, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Dass das Programm bis zum Ende der Legislatur fortgeführt werden soll, begrüßen wir vor dem Hintergrund der großen Nachfrage durch die Unternehmen“
Energieeffizienz und Wettbewerbsfähigkeit
Das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau spielt eine wichtige Rolle für die Betriebe. Investitionen in energieeffiziente Technologien helfen, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig klimapolitische Ziele zu erreichen.
Die hohe Nachfrage nach Fördermitteln unterstreicht den Anpassungsdruck, unter dem viele Unternehmen stehen. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Programme Chancen, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Stadtgrün als Beitrag zum Klimaschutz
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Bedeutung von Stadtgrün für Umwelt- und Klimaschutz. Pflanzen und Grünstrukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel und fördern die Biodiversität in urbanen Räumen.
Programme wie „Zukunft Stadtgrün“ unterstützen Kommunen dabei, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Davon profitieren auch ausführende Betriebe im Garten- und Landschaftsbau, die an Planung, Bau und Pflege urbaner Grünflächen beteiligt sind.
Der Austausch verdeutlichte, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Branche notwendig bleibt, um geeignete Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung im Gartenbau und angrenzenden Bereichen zu schaffen.
