Gartengestaltung, Naturschutz

Wiesenmahd: Pflege und ökologische Aspekte

Die Pflege von Blumenwiesen variiert je nach Typ. Erfahren Sie, wie Sie durch angepasste Mahdzeiten und -methoden die Artenvielfalt fördern und welche Werkzeuge sich am besten eignen, um die Wiese und ihre Bewohner zu schonen.

Schonende Mahd für die Artenvielfalt und ihre Bedeutung

Wer die Lebewesen, die die Blumenwiese bevölkern, schonen möchte, mäht nicht die gesamte Fläche auf einmal, sondern abschnittsweise, damit die Insekten immer noch eine Zuflucht und Nahrungsquellen finden. Nicht verblühte Wiesenblumen können auch gezielt stehen gelassen werden - als Nützlings- und Augenweide.

Die erste Mahd kann erfolgen, sobald die Wiese hoch steht und die Margeriten zu verblühen beginnen. Eine ideale Schnitthöhe liegt bei etwa 10 cm. Für kleinere Flächen sind Sensen eine ökologisch vorteilhafte Alternative, da sie die Tierwelt schonen. Bei sehr kleinen Arealen können auch Rasenkantenscheren oder Sicheln zum Einsatz kommen. Grundsätzlich sollten nur schneidende Werkzeuge mit geringer Arbeitsgeschwindigkeit, wie Balkenmäher oder Sensen, verwendet werden.

Der Einsatz von Rotationsmähern, wie Motorsensen mit Trimmer- oder Fadenköpfen, kann die Sterberate von Insekten deutlich erhöhen.

Wiesentypen und ihre Merkmale im Überblick

Stark gedüngte Fettwiesen sind oft von hochwüchsigen Gräsern wie Glatthafer und Knäuelgras sowie gelb oder weiß blühenden Kräutern wie Löwenzahn, Scharfem Hahnenfuß, Wiesen-Kerbel und Bärenklau geprägt. Mäßiger gedüngte, trockenere Fettwiesen können bereits eine hohe Blütenvielfalt aufweisen, darunter Schafgarbe, Margerite, Wiesensalbei, Glocken-, Flocken- und Witwenblume. Trocken- und Magerrasen beherbergen je nach Standort spezifische Artengemeinschaften mit meist niedrigeren Gräsern und Kräutern, ähnlich denen, die man teilweise von Dachbegrünungen kennt.

Umgang mit dem Mähgut zur Förderung der Artenvielfalt

Bei allen Blumenwiesenarten sollte das Mähgut nach der Mahd zunächst zum Trocknen auf der Fläche verbleiben. Dies ermöglicht das Ausfallen der Blumensamen. Anschließend wird das Heu abtransportiert. Es kann als Viehfutter, aber auch als Mulch unter Hecken oder im Gemüsebeet, insbesondere für die Kultur von Erdäpfeln, genutzt werden. Durch das Entfernen des Pflanzenmaterials wird die Fläche schrittweise abgemagert, was zu einer zunehmenden Blütenvielfalt führt.

13.07.2021

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