Bäume als natürliche Feinstaubfilter
Bäume tragen maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität bei, indem sie Feinstaub aus der Atmosphäre filtern. Ihre große Blattoberfläche ermöglicht eine hohe Filterwirkung. Die Studie des Umweltbundesamtes zeigte, dass an etwa 20 Prozent von 54 Messstationen an mehr als 35 Tagen PM10-Tagesmittelwerte von über 50 µg/m³ gemessen wurden, was eine Überschreitung des Grenzwertes darstellt. An weniger als einem Prozent der Stationen wurde zudem der PM10-Jahresmittelgrenzwert von 40 µg/m³ überschritten.
Die Qualität der verunreinigten Luft wird deutlich verbessert, wenn mehr Gehölze gepflanzt werden und verstärkt ein Augenmerk auf die Fassadenbegrünung gelegt wird.
Dies betont Karl-Friedrich Ley, Vorsitzender des Fachgremiums Produktion und Umwelt im Bund deutscher Baumschulen. Um die damit verbundene Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung zu mindern, empfiehlt der BdB, Bäume direkt in der Nähe von Emissionsquellen zu pflanzen. Dadurch kann ihr positiver Effekt dort genutzt werden, wo die Luftverschmutzung am stärksten ist.
Idealerweise sollten Kommunen in diesem Zusammenhang dazu übergehen, die Etablierung von Grünflächen zu forcieren.
Dies mahnt Ley an.
Empfohlene Gehölzarten für die Luftreinigung
Neben Laubbäumen sind auch immergrüne Nadelgehölze effektiv bei der Feinstaubfilterung und tragen zur Lebensqualität bei. Zu den besonders wirkungsvollen Arten zählen die Schwarzkiefer (Pinus nigra), die Waldkiefer (Pinus sylvestris) und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides).
Unter den Laubbäumen haben die Arten mit rauen oder behaarten Blättern eine hohe Filterwirkung.
Dies erklärt Karl-Friedrich Ley.