Gut ein Drittel mehr genehmigte Zweifamilienhäuser als im Vorjahresmonat
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im September 2020 rund 26 000 Wohnungen genehmigt.
Dies waren 3,1 % oder knapp 800 Wohnungen mehr als im Vorjahresmonat.
Bei den Zweifamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um gut 600 oder um 34,6 %.
Dies ist der höchste Anstieg in einem September in den vergangenen 20 Jahren.
Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stieg um 0,7 % (knapp 100 Wohnungen) und die für Mehrfamilienhäuser um 0,8 % (gut 100 Wohnungen).
Weniger umbauter Raum bei geplanten Nichtwohngebäuden
Bei den Nichtwohngebäuden, die im September 2020 genehmigt wurden, sank der umbaute Raum (Rauminhalt) gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 % auf 18,0 Millionen Kubikmeter.
Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude.
In den Monaten Januar bis September 2020 stieg der umbaute Raum bei den Nichtwohngebäuden um 8,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zahl neuer Genehmigungen weiter höher als Zahl der Fertigstellungen
Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen.
Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu.
Die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit wird durch die Entwicklung der Baufertigstellungen dargestellt.
