Anpassung an den Klimawandel: Standortfaktoren und Pflanzenauswahl
Die Wahl der Pflanzen sollte primär vom Standort abhängen. Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Windexposition und Bodenbeschaffenheit sind entscheidend. Ebenso wichtig ist die verfügbare Wassermenge.
Für Hecken, die auch bei längerer Trockenheit blickdicht bleiben und Schatten spenden sollen, eignen sich beispielsweise der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) oder die Apfelrose (Rosa villosa). Diese Arten unterstützen zusätzlich die Artenvielfalt, indem sie Nahrung für Insekten und Vögel bieten. Viele Stauden und Bodendecker sind ebenfalls an trockene Standorte angepasst.
Zum Schutz vor Staunässe und Überschwemmungen können Pflanzen eingesetzt werden, die gut mit feuchtem Boden zurechtkommen, wie die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris).
Spezielle Anforderungen an Dach- und Fassadenbegrünung
Auf Dachbegrünungen herrschen oft extreme Bedingungen mit langen Trockenperioden. Hier sind vor allem dickblättrige Sedum-Arten und genügsame Kräuter wie Sandthymian oder Schnittlauch geeignet. Im Sommer können sich dünne Substratschichten auf Dächern stark aufheizen, während sie im Winter durchnässen oder durchfrieren.
Auch in dicht bebauten Gebieten mit vielen versiegelten Flächen und wenig Boden gibt es oft Trockenstandorte. Die Auswahl extrem robuster Pflanzen ist hier entscheidend, um dauerhaftes Grün zu gewährleisten.
Kostenersparnis und Vermehrung
Um Kosten bei der Begrünung zu sparen, können viele Pflanzenarten selbst vermehrt werden. Dies ist durch die Entnahme von Samen oder Stecklingen im Frühjahr möglich. Sedum-Arten lassen sich sogar durch das Ausstreuen von Sprossen in feuchter Erde auf größeren Flächen etablieren. Pflanzentauschbörsen bieten zudem eine Möglichkeit, Stauden, Gehölze und Sämereien kostengünstig oder kostenfrei zu beziehen.
Pflanzzeitpunkt
Für ein gutes Anwachsen der Pflanzen ist es ratsam, diese bei feuchtem Boden zu pflanzen. Der Herbst oder das zeitige Frühjahr sind hierfür die am besten geeigneten Zeitpunkte.
