Optimale Bedingungen für Pflanzen in den neuen Gewächshäusern
Das ist für alle Pflanzen ideal. Die Lichtausbeute ist maximal, das UV-Licht stärkt sie, lässt sie kompakter wachsen und die Farben kräftiger leuchten. Es intensiviert Düfte und bei Kräutern auch den Geschmack.
Dies erklärt die Zierpflanzenexpertin Eva-Maria Geiger. Auch die restliche, 2.200 Quadratmeter große überglaste Fläche wird in geringerem Maße mit UV-Licht versorgt. Ein spezielles, hochtransparentes Weißglas lässt einen Teil der Strahlen passieren. Dies härtet die Sommerblumen ab und schützt sie vor Sonnenbrand, sobald sie ins Freie gebracht werden.
Ein Nebeneffekt ist, dass auch die Zierpflanzengärtner bei der Arbeit im Gewächshaus Bräune entwickeln, wie Eva-Maria Geiger schmunzelnd bemerkt. Für Freizeitgärtner empfiehlt sie, Pflanzen an einem bewölkten oder regnerischen Tag ins Freie zu stellen. So können sich die Pflanzen allmählich an die UV-Strahlung gewöhnen und Sonnenbrand vermeiden.
Pflanzenschutz und Sortimentsgestaltung bei der LWG
Die gestreiften Petunien können Interessierte am Tag der offenen Tür der LWG am Sonntag, den 1. Juli, auf den neuen Freiflächen besichtigen. Die neuen Gewächshäuser bleiben aufgrund strenger Hygienevorschriften geschlossen.
Ein weiterer Grund für die geschlossenen Gewächshäuser ist der Pflanzenschutz. Schädlinge wie Läuse, Weiße Fliege oder Thripse werden ausschließlich mit Nützlingen bekämpft. Bei offenen Türen würden diese Insekten schnell das Gewächshaus verlassen.
Die besten der gezeigten Beet- und Balkonpflanzen sind oft im Folgejahr bei Gärtnern erhältlich. Geiger erläutert: „Wir testen, bewerten und präsentieren hier die Neuheiten für die Profis. Mit unseren Ergebnissen gestalten viele Gärtner ihre neuen Sortimente.“
