Die Faszination der Päonien: Herkunft und Vielfalt
Die botanische Bezeichnung Päonie für die Pfingstrose leitet sich aus der griechischen Mythologie ab. Der Götterarzt Paian soll mit dieser Pflanze den Gott Pluton geheilt haben, der in der Schlacht um Pylos verwundet wurde. Die Benennung von Pflanzen nach antiken Gottheiten und Helden ist in der Botanik verbreitet und zeugt von der frühen Faszination der Menschen für die Pflanzenwelt.
Pfingstrosen beeindrucken mit ihren imposanten Blüten, die sich je nach Sorte von Anfang Mai bis in den Juli öffnen. Ihre Farbpalette reicht von Weiß, Rosa, Apricot und Pastellgelb bis zu Pink und intensivem Rot. Diese Gewächse bereichern den Garten mit ihrer Erscheinung.
Weltweit existieren 32 Pfingstrosenarten, die ursprünglich aus Europa, Asien und Nordamerika stammen. Eine Unterscheidung erfolgt zwischen Staudenpfingstrosen und Strauchpfingstrosen, auch Baum-Päonien genannt. Beide Typen sind seit langer Zeit ein fester Bestandteil der Gartengestaltung. Bereits vor über 200 Jahren wurden sie in China und später in Japan kultiviert. Durch kontinuierliche Züchtungsarbeiten entstehen bis heute neue Varianten und Sorten.
Ich persönlich bin vor allem von der Paeonia lactiflora und den Itoh-Hybriden überzeugt. Sie sind stark, zuverlässig und standhaft; Pflanzen fürs Leben!
Dies betont Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel.
Besondere Sorten: Paeonia lactiflora und Itoh-Hybriden
Die Paeonia lactiflora, auch als Milchweiße Pfingstrose bekannt, gilt als typische Gartenpfingstrose und wird auch als Schnittblume verwendet. Sie ist eine anspruchslose Gartenpflanze hinsichtlich Standort und Bodenbeschaffenheit. Bei ausreichend Sonne für mindestens einen halben Tag sowie genügend Nährstoffen und Wasser kann sie ein Leben lang Freude bereiten.
Die Itoh-Hybriden, auch Intersektionelle Pfingstrosen genannt, stellen eine neuere Züchtung dar. Sie wurden in den 1950er Jahren von Toichi Itoh durch die Kreuzung von Paeonia lactiflora und Paeonia suffruticosa entwickelt. Diese Hybriden zeichnen sich durch große Blüten in neuen Farbtönen aus. Ihr Laub bleibt lange grün und zeigt im Herbst attraktive Farben.
Optimale Pflanzung im Herbst für reiche Blüte
Pfingstrosen werden als Teile des Wurzelsystems, sogenannte Wurzelstücke, geliefert. Diese werden im September geerntet und verfügen über drei bis fünf Wachstumspunkte, auch Augen genannt, aus denen im folgenden Frühjahr neue Stängel und Blüten austreiben.
Die Wurzelstücke der Staudenpfingstrosen werden im Herbst ab Anfang November versendet und sollten direkt nach Erhalt gepflanzt werden. Die Triebspitzen müssen aufrecht stehen und die Augen maximal zwei Zentimeter mit Erde bedeckt sein.
Eine zu tiefe Pflanzung führt vor allem im ersten Jahr zu einer deutlich kleineren Pflanze mit weniger oder gar keinen Blüten. Als Standort empfiehlt sich eine offene Stelle im Garten. Ein nährstoffreicher Boden mit ausreichend organischem Material ist zu empfehlen.
Dies hebt van der Veek hervor.


