Auszeichnung würdigt Konzepte zur Stabilisierung von Waldböden
Für ihre langjährigen Arbeiten zur Bodenversauerung und Nährstoffversorgung von Wäldern wurden Dr. Karl-Josef Meiwes und PD Dr. Klaus von Wilpert mit der Goldenen Tanne 2012 ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
Der Preis wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt und die Zukunftssicherung der Wälder engagieren. Die Auszeichnung wird in Kooperation mit der Düngekalk-Hauptgemeinschaft vergeben.
Forschung zu Boden und Baumgesundheit
Die beiden Wissenschaftler haben über viele Jahre die Zusammenhänge zwischen Nährstoffhaushalt, Bodenversauerung und Waldschäden untersucht. Ihre Arbeiten zeigen, dass insbesondere basenarme Böden zunehmend unter Versauerung leiden und damit die Vitalität der Wälder beeinträchtigt wird.
Auf dieser Grundlage entwickelten sie Konzepte für eine fachgerechte Waldkalkung. Diese trägt nachweislich zur Stabilisierung der Böden bei und unterstützt die Regeneration geschädigter Bestände.
Waldkalkung als zentrale Maßnahme
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Kalkung für die langfristige Sicherung der Waldfunktionen. Ohne entsprechende Maßnahmen schreitet die Versauerung vieler Standorte weiter voran und schwächt die Widerstandskraft der Bäume.
"Die Nährstoffversorgung der Bäume ist durch die zunehmende Versauerung vieler Böden weit vom Optimum entfernt."
Geschwächte Bestände reagieren empfindlicher auf zusätzliche Belastungen wie Trockenperioden oder Schädlingsbefall. Die Stabilisierung der Nährstoffversorgung gewinnt daher weiter an Bedeutung.
Mehr Stabilität durch verbesserte Durchwurzelung
Ein wesentlicher Effekt der Kalkung liegt in der verbesserten Durchwurzelung der Böden. Durch den Einsatz von Naturkalk können Wurzeln tiefer in den Boden eindringen, was die Standfestigkeit der Bäume erhöht.
Dies wirkt sich insbesondere unter den Bedingungen des Klimawandels positiv aus. Wälder werden weniger anfällig für Sturmereignisse und können sich besser an veränderte Umweltbedingungen anpassen.