„Gräber bewegen“: Bepflanzter Ape-Roller tourt durch Deutschland

Friedhofspflege und Friedhofsgestaltung

Ein bepflanzter Ape-Roller, das „Gräber bewegen“-Mobil, tourte ein Jahr lang durch Deutschland. Die Aktion sollte die Bedeutung von Gräbern als Orte der Trauer, Erinnerung und Begegnung hervorheben. An 60 Stationen gestalteten Friedhofsgärtner saisonale Pflanzenkunstwerke auf der Ladefläche des Fahrzeugs.

Ein rollendes Kunstwerk für ein sensibles Thema – Die Tour des Ape-Rollers

Die Tour begann bei der Wintertagung der Friedhofsgärtner in Bremen. Der lilafarbene Ape-Roller, dessen Name „Biene“ bedeutet, wurde von Friedhofsgärtner zu Friedhofsgärtner weitergereicht und dabei stets neu bepflanzt. Ob auf Marktplätzen, in Einkaufszentren oder Fußgängerzonen, das Mobil zog Besucher an und sensibilisierte für das Thema Tod und Erinnerung.

Die Erinnerung an die Verstorbenen lebt immer weiter und genau das soll mit der Aktion ‚Gräber bewegen‘ ausgedrückt werden. Die meisten Menschen, die durch die Aktion auf uns aufmerksam geworden sind, haben das erste Mal ganz offen und bewusst über Tod und Erinnerung gesprochen. Durch die aufwendige Bepflanzung des Mobils fanden sie einen leichteren Zugang zu den schweren Themen. Mit einer schönen und individuellen Grabgestaltung kann den Hinterbliebenen bei der Trauerverarbeitung sehr geholfen werden. Nicht nur die Gräber, auch die Friedhöfe an sich haben eine wichtige Funktion als Ort der Trauer und Begegnung.

Dies erklärte Birgit Ehlers-Ascherfeld, Friedhofsgärtnerin aus Langenhagen und Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG).

Stationen und Abschluss der bundesweiten Tour

Die rollende Botschaft erreichte Städte von Bremen über Langenhagen, Seelze, Hamburg, Kiel, Lübeck bis Berlin. Auch der Spreewald sowie zahlreiche Städte in Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren Stationen der Tour.

Die Aktion endete mit einem Halt in Würzburg. Birgit Ehlers-Ascherfeld leerte die Ladefläche des Mobils. Sie betonte, dass die Aktion auch die Gemeinschaft der Friedhofsgärtner widerspiegele, die seit 60 Jahren besteht. Die 60 Haltestellen des Mobils seien ein gutes Zeichen für die Zukunft. Das Ape-Mobil wird auf der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin am Stand des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) zu sehen sein.

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