Zweiter Azubi-Begrüßungstag für angehende Gärtner
In Schleswig-Holstein stehen sieben gärtnerische Fachrichtungen zur Wahl: Garten- und Landschaftsbau, Baumschule, Zierpflanzenbau, Staudengärtnerei, Gemüsebau, Obstbau und Friedhofsgärtnerei. Jährlich beginnen durchschnittlich über 200 junge Menschen eine gärtnerische Ausbildung im nördlichsten Bundesland.
Die Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung zur Förderung der gärtnerischen Berufsausbildung in Schleswig-Holstein veranstaltete in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer den zweiten Azubi-Begrüßungstag. Dieser fand am 29. August im Gartenbauzentrum (GBZ) in Ellerhoop statt.
Begrüßung der neuen Auszubildenden
Von den 192 Auszubildenden, die im August dieses Jahres ihre gärtnerische Berufsausbildung in Schleswig-Holstein begannen, nahmen 65 am Begrüßungstag teil. Insgesamt waren rund 200 Personen im GBZ anwesend.
Die Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung möchte Ihnen als Berufsanfängern mit dieser Veranstaltung einen Überblick darüber geben, was sie während der Ausbildung in den nächsten zwei oder drei Jahren erwartet.
erklärte Klaas Denker, Vorsitzender der Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung.
Christiane Nissen von der Abteilung Gartenbau der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hob die Bedeutung der Berufswahl hervor. Aktuell befinden sich in Schleswig-Holstein etwa 600 Jugendliche in Ausbildung in 320 Gartenbaubetrieben. Der Gartenbau in Schleswig-Holstein umfasst rund 2.000 Betriebe mit 12.000 Arbeitskräften und einem geschätzten Jahresumsatz von 820 Millionen Euro. Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind für den Erhalt dieser Wirtschaftskraft notwendig und haben gute berufliche Perspektiven.
Einblicke in die Ausbildung
Die Auszubildenden erhielten Informationen über die drei Lernorte der Ausbildung: Betrieb, Berufsschule und Überbetriebliche Ausbildung. Repräsentanten aller sechs gärtnerischen Berufsschulstandorte des Landes stellten ihre Schulen und den Unterrichtsablauf der einzelnen Fachrichtungen vor.
Anschließend übernahmen die Ausbilder der Überbetrieblichen Ausbildung (ÜA) die Auszubildenden. Die ÜA ergänzt die Berufsschule und die betriebliche Ausbildung durch Lehrgänge im GBZ. In kleinen Gruppen führten die Ausbilder die Teilnehmer über das Gelände des GBZ.
Holger Schacht, Ausbilder und Ausbildungsberater im Garten- und Landschaftsbau, zeigte einer Gruppe den Klassenraum für den theoretischen Unterricht der ÜA sowie die Außenanlagen für die praktischen Schulungsmodule.
Jens Zybulla, der seine Ausbildung im August bei BeWiBe Garten- und Landschaftsbau in Hohenwestedt begann, äußerte sich zur Vielseitigkeit des Berufs:
Ich arbeite schon seit 2,5 Jahren ohne Fachausbildung in meinem Betrieb und habe mich nun dazu entschlossen, eine richtige Ausbildung zu machen. Ich habe viel ausprobiert und möchte definitiv als Landschaftsgärtner arbeiten. Denn ich kenne keinen vielseitigeren Beruf. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.
Seine Auszubildenden-Kollegen Rune Knudsen und Tim André Beerbaum hatten nach dem Schulabschluss ein Praktikum bei BeWiBe absolviert. Tim André Beerbaum betonte:
Uns gefällt das kreative und gestalterische Arbeiten an der frischen Luft sehr gut, und wir freuen uns auf unsre Ausbildung.
Die Teilnehmer bewerteten den Azubi-Begrüßungstag positiv. Jens Zybulla hob hervor:
Wer hierher kommt, lernt vorab schon einmal alle Ansprechpartner kennen und bekommt wertvolle Tipps, worauf es in der Ausbildung ankommt.
Die Organisatoren planen, die Tradition des Begrüßungstages fortzuführen. Klaas Denker fasste zusammen:
Die tolle Resonanz zeigt uns, wie wichtig es ist, die jungen Leute zu Beginn ihrer Ausbildung abzuholen, zu informieren und zu motivieren. Das möchten wir auch weiterhin tun.

