Energieeffizienz und Investitionen im Fokus
Mertz begrüßte die Wiederaufnahme des Bundesprogramms zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau, das Teil des Nationalen Aktionsplanes Energieeffizienz (NAPE) ist. Er betonte die Notwendigkeit einer zügigen Notifizierung der Richtlinie, um Investitionen umsetzen zu können. Der Entwurf der neuen Richtlinie biete Unternehmen einen Ansatz für Investitionen in eine zukunftsfähige Produktion.
Die vorgesehene Förderung der Beratung wird als wichtiges Instrument betrachtet, um Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt ZukunftsInitiative NiedrigEnergieGewächshaus (ZINEG) in Betrieben zu implementieren. Ein Konsens mit Bundesminister Schmidt wurde erzielt, dass auch Verkaufsgewächshäuser im NAPE berücksichtigt werden müssen.
Zahlreiche Einzelhandelsgärtnereien hätten so die Möglichkeit, noch mehr in Energieeffizienz zu investieren, um langfristig den Energieverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoss deutlich zu reduzieren. Eine entsprechende Förderung wäre eine große Chance für das Programm und den Berufsstand.
Mertz und Fleischer hoben zudem die Bedeutung des Themas Grün in der Stadt hervor, das durch den Stadtgrün-Kongress und das Grünbuch verstärkt in den politischen Fokus gerückt sei.
Bedeutung und Pflege von Stadtgrün
Bundesminister Schmidt stimmte mit dem ZVG überein, dass die BUGA nicht nur eine gärtnerische Leistungsschau darstellt, sondern auch die wachsende Bedeutung gepflegter Grünflächen in Städten unterstreicht. Mertz betonte, dass die zentrale Herausforderung in der Sicherstellung einer angemessenen Pflege bestehender Grünflächen liege.
Die Leuchtturmprojekte für Grün in der Stadt sind ein gutes Zeichen. Doch was wir auch benötigen, ist ein nachhaltiges Finanzkonzept zum Erhalt und zur Pflege bestehender Grünanlagen in den Städten und Gemeinden. Der Zustand mancher öffentlicher Grünflächen ist beschämend.
Der ZVG wird den Weißbuchprozess konstruktiv begleiten, insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung von Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen. Bundesminister Schmidt sprach die Kritik des ZVG an der Darstellung des Gartenbaus im diesjährigen Agrarpolitischen Bericht des BMEL an und versicherte seine Wertschätzung gegenüber gärtnerischen Betrieben und deren Produkten. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer äußerte die Hoffnung, dass sich diese Wertschätzung künftig in der Bilanz des Ministeriums widerspiegeln wird.
Forschung und Innovation im Gartenbau
Der ZVG-Präsident bestärkte den Bundesminister in seinem Engagement für die gärtnerische Forschung und lobte die initiierte Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau, HortInnova.
Damit wird eine zentrale Forderung des ZVGs umgesetzt. Mit der vorliegenden Forschungsstrategie können ganz konkrete Zukunfts- und Innovationsthemen erschlossen und in konkrete Forschungsprojekte umgesetzt werden. Die gärtnerischen Betriebe werden hiervon maßgeblich profitieren.
