Gefahren der Sonneneinstrahlung im Garten- und Landschaftsbau
Gerade in den Sommermonaten können hohe Temperaturen, erhöhte Ozonwerte und intensive Sonneneinstrahlung die Arbeit im Freien erheblich erschweren. Arbeitsmediziner weisen darauf hin, dass die Gefahren durch die Sonne oft unterschätzt werden. Ein unzureichender Schutz kann neben Sonnenbrand auch zu Hitzekollaps, Augenschäden und langfristig zu Hautkrebs führen. Der sogenannte „weiße Hautkrebs“ ist seit 2013 als Berufskrankheit anerkannt. Krankenkassen empfehlen regelmäßige Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung.
Präventive Maßnahmen für Arbeiten im Freien
Um die Belastung an heißen Tagen zu reduzieren, ist es ratsam, unnötige Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Dies kann durch Arbeiten im Schatten oder einen Wechsel zwischen sonnigen und schattigen Arbeitsbereichen erreicht werden.
Besonders an den Hundstagen ist es wichtig, unnötige Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Deshalb möglichst im Schatten arbeiten oder zwischen Arbeiten in der Sonne und im Schatten abwechseln.<
Für Arbeiten im Freien sind eine Sonnenbrille mit UV-Filter, eine Kopfbedeckung und schützende Kleidung unerlässlich. Das Arbeiten mit freiem Oberkörper sollte vermieden werden. Zudem empfiehlt sich der Schutz unbedeckter Hautpartien durch Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 30.
Arbeitsgestaltung und Flüssigkeitszufuhr
Ein an die Hitze angepasster Arbeitsrhythmus entlastet sowohl Beschäftigte im Freien als auch in Innenräumen. Schwere körperliche Arbeiten sollten in den heißesten Stunden des Tages vermieden und häufigere Pausen eingelegt werden.
Verzichten Sie in den heißesten Stunden des Tages auf schwere körperliche Arbeiten und legen Sie häufiger Pausen ein.<
Es kann sinnvoll sein, die Arbeit morgens früher zu beginnen, um die kühleren Stunden zu nutzen, in der größten Hitze zwischen 11 und 15 Uhr zu pausieren und gegebenenfalls abends länger zu arbeiten. Dabei ist zu beachten, dass zwischen Arbeitsende und erneutem Arbeitsbeginn eine Ruhezeit von elf Stunden liegen muss.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei Hitze entscheidend, um den erhöhten Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wasser, Saftschorlen oder Tee sind hierfür geeignet. Leichte, verdauliche Nahrung mit viel Obst, Salat und Gemüse trägt ebenfalls zum Wohlbefinden bei. Ein gelockerter Dresscode mit leichter, luftiger Kleidung und offenen Schuhen kann einem Hitzestau vorbeugen.
Maßnahmen in Innenräumen und Notfälle
In Büros kann die Anzahl wärmeabgebender Elektrogeräte wie Drucker, Kopierer, Computer und Lampen auf das Notwendige reduziert werden. Ventilatoren und Klimageräte verbessern das Raumklima. Zur Erfrischung kann kaltes Wasser über die Unterarme laufen gelassen oder ein feuchtes Tuch in den Nacken gelegt werden.
Im Falle eines Hitzekollapses oder Sonnenstichs, erkennbar an Symptomen wie Schwindel oder Übelkeit, sollte die betroffene Person an einen kühleren, schattigen Ort gebracht werden. Die Kleidung ist zu öffnen, schluckweise Wasser zu reichen und kühlende Umschläge anzulegen. Anschließend ist umgehend ein Arzt zu rufen (Notruf 112).
