Familienbetrieb mit Verantwortung für Branche und Ausbildung
Der niederbayerische Familienbetrieb Haderstorfer wurde 1952 in Ergolding gegründet und wird heute in dritter Generation geführt. Bereits 1964 trat das Unternehmen dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) bei und erhielt damit das Recht, das Signum des Verbandes zu führen. Dieses Qualitätskennzeichen steht für besonders leistungsfähige Fachbetriebe im Garten- und Landschaftsbau.
Nach Abschluss seines Landschaftsarchitektur-Studiums übernahm Rudolf Haderstorfer 1980 die Firma als Alleininhaber. 2016 trat Sohn Johannes als Geschäftsführer in das Unternehmen ein. Zum 1. Januar 2022 übernahm Johannes Haderstorfer als alleiniger Gesellschafter die Haderstorfer GmbH und verantwortet seitdem die strategische Ausrichtung. Das 70-jährige Firmenjubiläum stand damit zugleich für eine erfolgreich vollzogene Unternehmensnachfolge.
Wachstum und breiter Kundenstamm
Mit rund 80 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 15 Millionen Euro zählt Haderstorfer heute zu den größten Unternehmen der Branche in Bayern. Zum Kundenkreis gehören die öffentliche Hand, Gewerbe- und Industrieunternehmen, Baugesellschaften sowie private Auftraggeber. Der Betrieb ist seit Jahrzehnten fest in der Region verwurzelt und zugleich landesweit aktiv.
Wertschätzung aus Politik und Verband
Rund 150 geladene Gäste nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. In seiner Festansprache betonte Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, die wachsende Bedeutung hochwertiger grüner Außenanlagen. Gerade seit der Corona-Pandemie habe der Garten im privaten wie im öffentlichen Bereich an Bedeutung gewonnen. Zudem sprach sich Aiwanger für die Kombination von Dachbegrünung und Photovoltaik aus.
Auch VGL-Bayern-Präsident Gerhard Zäh würdigte die Verdienste der Familie Haderstorfer. Besonders hob er das langjährige ehrenamtliche Engagement von Rudolf Haderstorfer hervor. Von 1981 bis 1993 stand dieser der Regionalgruppe Niederbayern vor, anschließend war er bis 2009 Mitglied des Präsidiums, davon rund zwölf Jahre als Vizepräsident.
„Kaum ein Unternehmer hat sich so verdient gemacht um unseren Verband wie Professor Haderstorfer“, betonte Zäh.
Engagement für Ausbildung und Nachwuchs
Früh erkannte Haderstorfer die Bedeutung der Fachkräfteausbildung. Seit 1978 wurden im Betrieb 175 junge Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner sowie Kauffrauen und Kaufmänner für Büromanagement ausgebildet. Damit zählt das Unternehmen zu den anerkanntesten Ausbildungsbetrieben im GaLaBau. Für diese Leistungen erhielt die Firma 2019 und 2021 den „Bayerischen Staatsehrenpreis für vorbildliche Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau“.
Die Ausbildungsqualität zeigt sich auch in den Erfolgen beim Bayern Cup des VGL Bayern. Regelmäßig erreichen Haderstorfer-Teams Spitzenplätze. Zuletzt errangen Michael Huber und Michael Reindl die bayerische Meisterschaft und bereiten sich aktuell auf den bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup in Nürnberg vor.
Verbindung von Praxis, Lehre und Forschung
Eine weitere prägende Rolle spielt Rudolf Haderstorfer in der akademischen Ausbildung. 1999 wurde er als Professor für Baubetrieb und Bauprozessmanagement an die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf berufen. Unter seiner Mitwirkung entstand der Studiengang Landschaftsbau und -Management. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2021 engagiert er sich beim Aufbau des geplanten Masterstudiengangs.
Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung des Unternehmens für Region und Branche. Seit sieben Jahrzehnten stehe Haderstorfer für Qualität, Zuverlässigkeit und Kontinuität – und damit für Werte, die den Garten- und Landschaftsbau nachhaltig prägen.
