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Regionale Unterschiede bei der Online-Handwerkersuche

Eine MyHammer-Analyse zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der Online-Handwerkersuche in Deutschland. Westdeutsche Regionen nutzen das Internet häufiger, um Fachkräfte zu finden, während Ostdeutschland noch zurückliegt.

West-Ost-Gefälle bei der Online-Handwerkersuche: Eine detaillierte Betrachtung

In Hamburg nutzen Verbraucher das Internet besonders häufig für die Handwerkersuche, mit einer Ausschreibungsquote, die über 72 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Auch in Berlin ist die Quote mit rund 57 Prozent über dem Bundesdurchschnitt signifikant höher. Überdurchschnittlich hoch ist die Nachfrage nach Fachkräften aus dem Netz zudem in Hessen (+20 Prozent), Nordrhein-Westfalen (+15 Prozent) und Brandenburg (+14 Prozent).

Demgegenüber ist die Online-Suche nach Handwerkern in Thüringen (-58 Prozent) deutlich weniger verbreitet. Ähnliche Werte zeigen sich in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen (-46 bis -40 Prozent). Mit Ausnahme von Berlin und den angrenzenden Teilen Brandenburgs werden in Ostdeutschland weiterhin nur etwa halb so oft Handwerkeraufträge über das Internet ausgeschrieben wie in Westdeutschland.

Insbesondere in den westdeutschen Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Handwerksleistungen aus dem Netz spürbar gestiegen – allein im letzten Jahr um teilweise 15 bis 20 Prozent. Auch im Großraum Berlin können wir ein leichtes Plus bei den Ausschreibungen verzeichnen. Allerdings haben andere Regionen in der jüngeren Vergangenheit erheblich aufgeholt. Weite Teile Ostdeutschlands – gerade die als strukturschwach geltenden Regionen in der Fläche – fallen dagegen noch immer relativ deutlich ab. Für die sinnvolle Nutzung von Dienstleistungen aus dem Internet ist eine ausreichende Breitbandversorgung von entscheidender Bedeutung. Dort wo sie nicht in zufriedenstellendem Maße gegeben ist, kann sich auch keine Nachfrage entwickeln.

Besonders gefragte Handwerksberufe online

Bei den einzelnen Berufsgruppen waren Maler und Lackierer im vergangenen Jahr besonders gefragt. Rund 11,6 Prozent aller ausgewerteten Ausschreibungen entfielen auf diese Kategorie. Einen ähnlich hohen Anteil von ebenfalls 11,6 Prozent verzeichneten Umzugs- und Transportunternehmen.

Ein großer Bedarf an professionellen Helfern aus dem Netz besteht zudem in den Bereichen:

  • Garten- & Landschaftsarbeiten (8,3 Prozent)
  • Sanitär, Heizung, Klima (8,0 Prozent)
  • Elektrikarbeiten (5,3 Prozent)
  • Fliesenleger (5,0 Prozent)

11.02.2016

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