Beetpflanzen und Gehölze, Pflanzen und Pflanzenteile

Herbststauden sorgen für farbenreiche Gartenbilder

Herbststauden bringen Farbe und Struktur in den Garten. Spätblüher, attraktive Samenstände und intensive Blattfärbungen sorgen bis weit in den Winter hinein für abwechslungsreiche Beetbilder.

Spätblühende Stauden setzen im Garten farbige Herbstakzente

Mit dem Herbst verändert sich das Bild im Garten. Während im Sommer zahlreiche Pflanzen gleichzeitig blühen, rücken im Herbst einzelne Stauden stärker in den Fokus. Blüten, Herbstfärbungen und markante Samenstände prägen das Erscheinungsbild der Beete und sorgen für eine besondere Atmosphäre.

Für Staudengärtnerinnen und Staudengärtner ist diese Jahreszeit zugleich arbeitsreich und inspirierend. In der Gärtnerei Stauden Stade im nordrhein-westfälischen Borken ist der Herbst eine wichtige Pflanzzeit – und zugleich eine Phase, in der viele Stauden ihre besonderen Qualitäten zeigen.

Spätblüher und Herbstfärbungen im Staudenbeet

Herbststauden überzeugen durch unterschiedliche Zieraspekte. Neben spätblühenden Arten tragen auch intensive Blattfärbungen und strukturreiche Pflanzen zum Gesamtbild im Beet bei. Samenstände vieler Stauden bleiben zudem bis in den Winter hinein dekorativ.

Im Sommer blüht es an allen Ecken und Enden; im Herbst hingegen bekommt die einzelne Pflanze viel mehr Gewicht.

Typische Vertreter dieser Jahreszeit sind etwa Japan-Anemonen (Anemone japonica, A. hupehensis, A. tomentosa) oder Scheinastern (Vernonia). Auch Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus) und Rutenhirse (Panicum) tragen mit ihren Rispen wesentlich zur Wirkung im Herbstgarten bei.

Zusätzlich sorgen Pflanzen wie Bleiwurz (Ceratostigma) oder Bergenien mit intensiven Blattverfärbungen für farbige Akzente.

Blausternbusch als Herbsthighlight

Eine besondere Empfehlung aus der Praxis ist der Blausternbusch (Amsonia). Die Arten Amsonia tabernaemontana und Amsonia hubrichtii stammen ursprünglich aus Nordamerika und wachsen dicht buschig.

Die Stauden erreichen Höhen von etwa 50 bis 120 Zentimetern und zeigen im Sommer zahlreiche weiße bis hellblaue sternförmige Blüten. Besonders auffällig ist jedoch ihre Herbstwirkung: Ab dem Spätsommer färbt sich das Laub intensiv gelb bis rotbraun.

Im Staudenbeet lässt sich Amsonia gut mit klassischen Herbstblühern kombinieren, etwa mit Astern, Chrysanthemen, Sonnenhut oder Fetthenne. Ergänzt durch Gräser wie Pfeifengras (Molinia) oder Rutenhirse entstehen langlebige Pflanzungen mit Struktur und saisonalem Farbspiel.

Dauerblüher verlängern die Gartensaison

Neben typischen Herbstblühern gibt es Stauden, die über viele Monate hinweg Blüten zeigen. Zu diesen Dauerblühern zählen etwa die Bergminze „Triumphator“ (Calamintha nepeta) und das Mädchenauge „Moonbeam“ (Coreopsis verticillata), die von Juli bis in den Oktober hinein blühen.

Auch die Mazedonische Witwenblume (Knautia macedonica) und zahlreiche Storchschnabel-Sorten zeichnen sich durch eine besonders lange Blütezeit aus. In vielen Fällen beginnt die Blüte bereits im Frühjahr und hält bis in den Herbst an.

Zu den ausdauernden Blühpflanzen gehören außerdem Kerzen-Knöteriche (Bistorta amplexicaulis). Sorten wie „Blackfield“ zeigen ab Juli kontinuierlich neue Blüten und setzen ihre Blüte oft bis zum ersten Frost fort.

Rückschnitt bei empfindlichen Stauden

Nicht alle Stauden profitieren jedoch von einer möglichst langen Blütezeit. Bei der Prachtkerze (Gaura lindheimeri) empfiehlt es sich, die Pflanzen im Oktober zurückzuschneiden.

Durch diese Maßnahme können die Stauden vor dem Winter neue Kraft sammeln und gehen gestärkt in die nächste Vegetationsperiode.

15.08.2022

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