Für die Sicherstellung eines projekt- und grenzübergreifenden Austauschs bietet sie schon heute den normierten Datenraum des EU Reference Grids der European Environment Agency (EEA).
Skalierbare Datenmodelle
Das System reichert vorhandene Daten domänenübergreifend mit räumlicher Intelligenz an und stellt diese unbegrenzt oft für Abfragen zur Verfügung. Als Dreh- und Angelpunkt wirkt ein unverrückbares Muster, das den Globus bedeckt. Jedes Quadrat der sogenannten Open Area Seals (OAS) ist gleich groß und eindeutig identifizierbar. In einem beliebigen Format von 100x100 mm bis 100x100 km lassen sich die mehrschichtigen Raster verändern und kongruent abbilden. Angezeigte Raum-Zeit-Cluster offenbaren Trends und erlauben automatisierte Analysen via Business Intelligence, Machine Learning oder künstlicher Intelligenz.
Das exakte Verständnis örtlicher Gegebenheiten soll die Landwirtschaft zukünftig in die Lage versetzen, Tierhaltungs- und Pflanzenbausysteme präziser, nachhaltiger und tiergerechter zu gestalten. Der Evolution der Sensorik kommt eine wichtige Rolle zu, um Nährstoffe und relevante Bodenparameter kostengünstig zu erfassen. Ob Bodenfeuchte, Temperatur, Düngung oder Sonnenstunden, messbare Größen belegen die lokalen Bedingungen des Wachstums und Stressverhaltens von Pflanzen. Zusammen mit bestehenden Wettermodellen lassen sich daraus Mikroklimamodelle weiterentwickeln.
Erntemengen und -qualität
Innovative Anbaumethoden wie Precision Farming, vertikale Landwirtschaft sowie ökologische und regenerative Verfahren stehen konventionellen Methoden gegenüber. „Mit unserem GIS-Datenmodell lassen sich Anbaumethoden in Bezug auf Zeit und Fläche analysieren und vergleichen“, blickt Prof. Dr. Roman Brylka von The Green Bridge voraus. Das Potenzial der Hightech-Landwirtschaft in puncto Klimaresilienz, Bodenfruchtbarkeit, Ertragssicherheit und Ressourceneffizienz sei groß. Labor-, Sensor- und KI-gestützte Verfahren helfen, die beste Nährstoffzusammensetzung und den maximalen Ertrag auf einer definierten Fläche mit einem Minimum an Wasser, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zu erreichen. Das bringt sowohl die Sicherung der Ernährung als auch den Schutz vor ernährungsbedingten Krankheiten voran.


