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Hochwasserschutz in Niederbayern: Fortschritte und Maßnahmen

Nach dem Juni-Hochwasser 2013 schreiten die Arbeiten zum Hochwasserschutz in Niederbayern zügig voran. Bayernweit werden Sofortmaßnahmen umgesetzt, um die Bürger vor zukünftigen Gefahren zu schützen. Die Investitionen in Deichsanierungen und -rückverlegungen sind erheblich.

Dringende Maßnahmen nach dem Juni-Hochwasser 2013

Die Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Niederbayern schreiten voran. Insbesondere die Sofortmaßnahmen nach dem Juni-Hochwasser 2013 wurden bayernweit umgesetzt.

Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte bei einem Besuch in Natternberg die Dringlichkeit der Maßnahmen:

Die im Juni entstandenen Schäden müssen zum Schutz der Bürger vor Gefahren durch Hochwasser umgehend beseitigt werden. Seit Wochen finden bayernweit die Reparaturarbeiten mit höchster Priorität statt. Die Arbeiten entlang der niederbayerischen Donau kommen zügig voran: Alle gebrochenen Deiche wurden sofort erneuert, die Nachrüstung der weiteren Deiche läuft unter Hochdruck.

Im Bereich Natternberg wird der bestehende Donaudeich zwischen Steinkirchen und dem Autobahndamm der A 3 auf einer Länge von 5.400 Metern durch eine Innendichtung gesichert. Für diese Maßnahme sind 4,3 Millionen Euro vorgesehen, die Arbeiten beginnen Anfang 2014.

Umfassende Sanierungen in der Region

Die Wiederherstellung der Deiche bei Fischerdorf und Auterwörth erfolgte auf jeweils 300 Metern Länge, wofür knapp 2,5 Millionen Euro aufgewendet wurden. Zusätzlich wurden über zehn Kilometer Stahlspundwände in die Deiche in den Gebieten Fischerdorf, Niederaltaich, Auterwörth und Bogen eingebracht. Das finanzielle Volumen hierfür betrug über 7,5 Millionen Euro.

Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf hat ein Sofortprogramm zur Schadensbeseitigung an wasserwirtschaftlichen Anlagen erstellt. Allein für dieses Jahr wurden dem WWA Deggendorf rund 19 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Deichrückverlegung bei Natternberg kurz vor dem Abschluss

Die Deichrückverlegung bei Natternberg trägt ebenfalls zur Verbesserung des Hochwasserschutzes bei. Minister Huber hob hervor:

Im Rahmen der vorgezogenen Hochwasserschutzmaßnahmen wurden allein entlang der niederbayerischen Donau in den letzten zehn Jahren 120 Millionen Euro investiert. Die aktuelle Baumaßnahme ist ein Meilenstein zum Schutz der Menschen vor einem 100-jährlichen Hochwasser.

Auf knapp vier Kilometern Länge wurde ein neuer, fünf Meter hoher Deich errichtet und bestehende Deiche durch eine Stahlbetonmauer erhöht. Insgesamt werden über 21.000 m² Deichinnendichtungen eingebracht, davon über 6.000 m² Stahlspundwände. Zudem wurden neue Deichhinterwege angelegt, um im Ernstfall einen besseren Zugang zu den Deichen zu ermöglichen. Die Baukosten von rund 12,5 Millionen Euro werden vom Freistaat, Bund, der EU und der Stadt Deggendorf getragen.

Die Bauarbeiten sollen noch im Dezember abgeschlossen werden. Als Reaktion auf das diesjährige Hochwasser wurde das Aktionsprogramm 2020plus beschlossen, das eine Verdopplung der bisherigen finanziellen Mittel für den Hochwasserschutz vorsieht. Bis 2020 investiert der Freistaat insgesamt 3,4 Milliarden Euro in den Ausbau des Hochwasserschutzes. Seit 2001 wurden bereits 1,6 Milliarden Euro in entsprechende Maßnahmen investiert.

25.11.2013

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