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Elektronisches Polleninformationsnetzwerk startet in Bayern

Das elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN) nimmt im Frühjahr 2019 in Bayern seinen Betrieb auf. Es soll Pollenallergikern und Asthmatikern aktuellere Echtzeitdaten zum Pollenflug bereitstellen und so Vorsorgemaßnahmen erleichtern.

Echtzeitdaten für Allergiker: Das ePIN-Netzwerk im Detail

Das elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN) in Bayern nimmt im Frühjahr 2019 seinen Betrieb auf. Das Netzwerk soll Pollenallergikern und Asthmatikern aktuellere und genauere Echtzeitdaten zum Pollenflug in Bayern bereitstellen.

Ab dem Frühjahr können Bürger die aktuelle Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch online über das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) abrufen. Diese Messdaten sollen zukünftig verbesserte Pollenflugvorhersagen für Bayern ermöglichen. Dies unterstützt Allergiker bei Vorsorgemaßnahmen oder der gezielten Einnahme von Medikamenten.

Aufbau und Standorte des Netzwerks

Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von ePIN wurde im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb genommen. Weitere Pollenmonitore befinden sich in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Diese Stationen befinden sich derzeit noch im Testbetrieb.

Im Frühjahr sind zudem der Aufbau von Messstationen in München und Feucht geplant. Die Auswahl der acht ePIN-Standorte erfolgte auf Basis einer mehrjährigen Machbarkeitsstudie. Diese wurde vom Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität München und dem Helmholtz Zentrum München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten durchgeführt. Ziel war es, eine optimale Verteilung der elektronischen Messstationen zu finden, um den Pollenflug in Bayern repräsentativ abzudecken. Dabei wurden verschiedene Klimaparameter und die Bevölkerungsdichte berücksichtigt.

Ich freue mich, dass in Bayern das weltweit erste elektronische Polleninformationsnetzwerk bald mit dem Betrieb beginnen kann. Das ist eine gute Nachricht für Pollenallergiker und Asthmatiker. In der Pollensaison 2019 gibt es damit aktuellere und genauere Echtzeitdaten zum Pollenflug in Bayern.

Das bayerische Gesundheitsministerium investiert rund zwei Millionen Euro in das ePIN-Projekt. Diese Investition wird als wichtig erachtet, da etwa die Hälfte der zwei Millionen Allergiker in Bayern auf Pollen reagieren.

Das Projekt ePIN ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie und wurde am 13. September 2016 vom Bayerischen Ministerrat beschlossen. Die Durchführung erfolgt unter der Leitung des LGL. Als Berater und Projektpartner sind das ZAUM der Technischen Universität München, das Helmholtz Zentrum München, das Leibniz Rechenzentrum (LRZ) sowie weitere nationale und internationale Forschungseinrichtungen beteiligt.

06.01.2019

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