Gefahren und Ausbreitung der Ambrosia in Bayern
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat vor den Gefahren der Allergie-Pflanze Ambrosia gewarnt. Die Pollen der nordamerikanischen Beifuß-Ambrosie gelten als starke Allergieauslöser, die bereits in geringen Mengen gesundheitliche Beschwerden verursachen können, auch bei Nicht-Allergikern.
"Deshalb ist es unser Ziel, die Ausbreitung der Pflanze in Bayern so weit wie möglich zu stoppen."
Aktuell sind in Bayern 424 größere Ambrosia-Bestände dokumentiert, wobei die Dunkelziffer als deutlich höher eingeschätzt wird. Im Jahr 2017 wurden 31 neue große Bestände entdeckt, was zu einem Anstieg der Gesamtzahl führte.
Systematische Erfassung und Bekämpfung der Allergiepflanze
Seit 2007 läuft im Freistaat das bayerische Aktionsprogramm "Ambrosiabekämpfung". Dieses Programm beinhaltet eine systematische Erfassung mit wissenschaftlicher Begleitung und setzt auf die Information der Bürger sowie die freiwillige Bekämpfung der Pflanze.
"Jährlich investiert der Freistaat rund 85.000 Euro in die Ambrosia-Bekämpfung. Auf freiwilliger Basis ist es gelungen, die unkontrollierte Ausbreitung der Allergiepflanze zu verlangsamen. Aber wie unser begleitendes Monitoring zeigt, steigen die Zahlen immer noch an."
Huml beteiligte sich kürzlich an der Beseitigung eines Ambrosia-Bestandes im Regensburger Ortsteil Burgweinting. Das Grünamt der Stadt Regensburg ist in dieser Hinsicht besonders aktiv und konnte seit 2007 durch intensive Bekämpfungs- und Kontrollaktionen die Ausbreitung der Ambrosia im Stadtgebiet stoppen und die Bestände reduzieren.
Hinweise zur Beseitigung und Verbreitung
Große Ambrosia-Bestände ab etwa 100 Pflanzen sollten den Landratsämtern oder Kreisverwaltungsbehörden gemeldet werden. Einzelpflanzen können selbst beseitigt werden. Dabei ist es wichtig, die Pflanze nur mit Handschuhen auszureißen und bei bereits blühenden Pflanzen einen Mundschutz zu tragen. Die Pflanzenreste sollten anschließend in einer Plastiktüte mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Die ursprünglich in den USA beheimatete Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine einzelne Ambrosia-Pflanze kann in ihrem einjährigen Lebenszyklus zwischen 3.000 und 60.000 Samen abwerfen und bis zu eine Milliarde Pollen freisetzen. Die Hauptblütezeit der Ambrosia liegt je nach Wetterlage zwischen August und September.
