Gefahren und Prävention von Insektenstich-Allergien
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat auf die Gefahren von Bienen- und Wespenstichen hingewiesen, insbesondere für Allergiker. Sie betonte, dass solche Stiche schwerwiegende, potenziell lebensbedrohliche Folgen haben können.
Für Allergiker kann ein Bienen- oder Wespenstich schwerwiegende Folgen haben und sogar lebensgefährlich sein. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 20 Menschen an einem allergischen Schock aufgrund eines Insektenstichs. Daher rate ich jedem Insektengift-Allergiker, stets ein Notfallset bei sich zu haben.
Ein solches Notfallset beinhaltet Kortison, ein Antihistaminikum sowie ein Adrenalinpräparat zur Selbstinjektion. Dieses Medikament kann im Notfall schnell wirken und Leben retten.
Allergie erkennen und behandeln
Experten schätzen, dass etwa jeder Zwanzigste von einer Bienen- oder Wespenallergie betroffen ist. Viele Betroffene sind sich ihrer Allergie jedoch nicht bewusst.
Viele Menschen wissen nicht, dass sie allergisch auf Insektenstiche reagieren. Daher empfehle ich jedem, sich von seinem Hausarzt testen und gegebenenfalls behandeln zu lassen.
Die Ministerin wies darauf hin, dass eine Insektengift-Allergie in den meisten Fällen gut behandelbar ist. Eine bewährte Methode ist die spezifische Immuntherapie, auch bekannt als Hyposensibilisierung. Bei dieser Therapie wird dem Patienten schrittweise eine geringe, ansteigende Menge des Insektengifts injiziert, um einen Gewöhnungseffekt zu erzielen.
Symptome und Notfallmaßnahmen
Symptome eines allergischen Schocks nach einem Insektenstich können ein rasch auftretender Hautausschlag am gesamten Körper, Schweißausbruch, Schwindel oder Atemnot sein. In schweren Fällen kann es zu Bewusstlosigkeit und einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.
Um solche schwerwiegenden Folgen zu verhindern, ist bei einem allergischen Schock die sofortige Injektion von Adrenalin entscheidend. Zudem ist es wichtig, umgehend den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren.
