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ifo Geschäftsklimaindex: Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Der ifo Geschäftsklimaindex zeigt im April eine Stabilisierung der deutschen Wirtschaft auf 91,8 Punkten, primär durch weniger pessimistische Erwartungen der Unternehmen. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich ebenfalls leicht, was die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft unterstreicht.

Wirtschaftszweige zeigen unterschiedliche Entwicklungen

Im Verarbeitenden Gewerbe verzeichnete der Index nach dem Rückgang im Vormonat wieder einen Zuwachs. Dies ist auf gestiegene Erwartungen zurückzuführen; die Unternehmen blicken etwas weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage war hingegen leicht rückläufig. Eine Ausnahme bildet die chemische Industrie, in der sich sowohl die Erwartungen als auch die aktuelle Lage verschlechterten.

Der Dienstleistungssektor erlebte eine merkliche Verbesserung des Geschäftsklimas. Dienstleister zeigten sich deutlich zufriedener mit den laufenden Geschäften und blicken weniger pessimistisch in die Zukunft. Besonders der Bereich Transport und Logistik konnte sich von einem Einbruch im Vormonat erholen. Auch im Gastgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima spürbar, begünstigt durch die Entspannung der Coronalage.

Im Handel setzte sich der Rückgang des Geschäftsklimaindikators fort. Dies resultierte aus deutlich schlechteren Einschätzungen der aktuellen Lage. Obwohl sich die Erwartungen leicht verbesserten, bleiben sie weiterhin sehr pessimistisch.

Das Bauhauptgewerbe verzeichnete einen Absturz des Geschäftsklimas auf den niedrigsten Wert seit Mai 2010. Die Unternehmen waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Ihre Erwartungen erreichten zudem den pessimistischsten Stand seit der Wiedervereinigung. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch große Materialengpässe beeinflusst.

25.04.2022

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