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ifo Institut: Weniger Unternehmen planen Preiserhöhungen

Die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden drei Monaten Preiserhöhungen planen, ist leicht gesunken. Die ifo Preiserwartungen für die Gesamtwirtschaft fielen im März auf 27,2 Punkte, was den sechsten Rückgang in Folge markiert.

ifo Preiserwartungen sinken weiter

Die Zahl der Unternehmen, die in den kommenden drei Monaten Preiserhöhungen planen, ist leicht gesunken. Dies geht aus der aktuellen Umfrage des ifo Instituts hervor. Die ifo Preiserwartungen für die Gesamtwirtschaft fielen im März auf 27,2 Punkte, nachdem sie im Februar noch bei 29,2 Punkten lagen. Dies markiert den sechsten Rückgang in Folge.

Die Unternehmen haben einen Großteil ihrer gestiegenen Kosten bereits an die Kunden weitergegeben, gleichzeitig hat die Nachfrage nachgelassen. Damit dürfte die Inflation in den kommenden Monaten langsam zurückgehen.
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Im Einzelhandel blieben die Preiserwartungen mit einem Rückgang von 50,9 auf 49 Punkte weiterhin hoch. Insbesondere im Bereich Nahrungs- und Genussmittel sanken sie nur von 76,2 auf 64,5 Punkte. Bei Baumärkten stiegen die Erwartungen sogar von 39,7 auf 55 Punkte an, ähnlich wie bei Blumen, Pflanzen, Zoobedarf und Büchern.

Auch bei Spielwarenhändlern erhöhten sich die Preiserwartungen deutlich von 65,8 auf 86,3 Punkte und im Bereich der Unterhaltungselektronik von 55,8 auf 72,6 Punkte. Im Gegensatz dazu reduzierten Schreibwaren- und Papierhändler ihre Preiserwartungen von 85,7 auf 45,3 Punkte. Die Dienstleister verstärkten ihre Preispläne von 31,7 auf 34,7 Punkte. Die meisten Veränderungen in den einzelnen Branchen waren jedoch geringfügig.

Preisentwicklung in Industrie und Bau

In der Industrie planen weniger Unternehmen Preiserhöhungen; die Erwartungen sanken von 25,4 auf 17,6 Punkte. Im Papiergewerbe erwartet eine Mehrheit der Unternehmen sogar Preissenkungen (minus 69,3 Punkte), ebenso in der Chemie (minus 13 Punkte). Auch im Baugewerbe flaut die Preiswelle ab, mit einem Rückgang der Preiserwartungen von 17,1 auf 7,2 Punkte.

Die ifo Preiserwartungen geben den Saldo der Unternehmen an, die ihre Preise erhöhen wollen. Dieser Saldo ergibt sich aus dem prozentualen Anteil der Unternehmen, die Preiserhöhungen planen, abzüglich des Anteils derer, die Preissenkungen beabsichtigen. Ein Saldo von plus 100 Punkten würde bedeuten, dass alle befragten Unternehmen ihre Preise erhöhen möchten, während minus 100 Punkte eine allgemeine Absicht zur Preissenkung anzeigen würden. Der Saldo wird saisonbereinigt ermittelt. Das ifo Institut erfragt nicht die Höhe der geplanten Preisänderungen.

12.04.2023

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