ifo Institut korrigiert Wachstumsprognose nach unten

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Das ifo Institut hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr aufgrund des Ukraine-Krieges angepasst. Es rechnet nun mit einem geringeren Wachstum und einer deutlich höheren Inflationsrate.

Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die deutsche Wirtschaft im Detail

Das ifo Institut hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr angepasst. Statt der im Dezember erwarteten 3,7 Prozent rechnet das Institut nun mit einem Wachstum zwischen 2,2 und 3,1 Prozent. Gleichzeitig wird eine deutlich höhere Inflationsrate erwartet, die von ursprünglich prognostizierten 3,3 Prozent auf 5,1 bis 6,1 Prozent ansteigen könnte.

Die Korrektur der Prognose wird auf den russischen Angriff auf die Ukraine zurückgeführt. Dieser führe zu gestiegenen Rohstoffpreisen, Sanktionen, zunehmenden Lieferengpässen bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit.

Die russische Attacke dämpft die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die Sanktionen, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit.

Allein im ersten Quartal wird durch den Anstieg der Verbraucherpreise ein Kaufkraftverlust von rund 6 Milliarden Euro erwartet. Trotz dieser Belastungen könnten die vollen Auftragsbücher der Industrie und die Normalisierung der Corona-Lage der Konjunktur einen Schub verleihen. Für das kommende Jahr prognostiziert das ifo Institut ein Wachstum von 3,3 bis 3,9 Prozent, während die Inflation voraussichtlich auf etwa 2,0 Prozent zurückgehen wird.

Zwei Szenarien für die wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der unsicheren Lage hat das ifo Institut zwei Prognoseszenarien entwickelt, die unterschiedliche Annahmen bezüglich der Energiepreisentwicklung treffen. Diese wirken sich insbesondere auf die privaten Konsumausgaben aus, die zwischen 3,7 und 5,0 Prozent steigen könnten. Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen werden voraussichtlich zwischen 0,0 und 3,9 Prozent zunehmen.

Die Arbeitslosigkeit wird in beiden Szenarien voraussichtlich kaum variieren und bei 2,27 bis 2,29 Millionen Menschen liegen. Im pessimistischen Szenario wird jedoch ein deutlicher Anstieg der Kurzarbeit erwartet.

Im optimistischen Szenario wird angenommen, dass der Ölpreis von derzeit 101 Euro pro Fass schrittweise auf 82 Euro zum Jahresende sinkt. Der Erdgaspreis soll parallel dazu von 150 Euro pro Megawattstunde auf 108 Euro fallen. Das pessimistische Szenario geht davon aus, dass der Ölpreis bis Mai auf 140 Euro pro Fass steigt und erst danach auf 122 Euro zum Jahresende sinkt. Der Erdgaspreis könnte hierbei bis Mai auf 200 Euro ansteigen und anschließend nach und nach auf 163 Euro pro Megawattstunde zurückgehen.

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