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Inflationsrate erreicht voraussichtlich 7,9 Prozent im Mai 2022

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2022 voraussichtlich 7,9 Prozent betragen, ein Anstieg gegenüber dem Vormonat. Hauptursachen sind die stark gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise sowie unterbrochene Lieferketten. Diese Entwicklung erinnert an die Ölkrise der 1970er Jahre.

Anhaltend hohe Inflation: Ursachen und historische Parallelen

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2022 voraussichtlich 7,9 Prozent betragen. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die die Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahresmonat messen. Im Vormonat April 2022 lag die Inflationsrate noch bei 7,4 Prozent. Im Vergleich zum April 2022 wird ein Anstieg der Verbraucherpreise um voraussichtlich 0,9 Prozent erwartet.

Ein wesentlicher Faktor für die anhaltend hohe Inflationsrate ist der deutliche Anstieg der Energiepreise seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Im Mai 2022 erhöhten sich die Energiepreise um 38,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Preise für Nahrungsmittel verzeichneten mit einem Plus von 11,1 Prozent einen überdurchschnittlichen Anstieg.

Zusätzlich zu den direkten Preissteigerungen wirken sich auch Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen preiserhöhend aus. Hinzu kommen die Effekte unterbrochener Lieferketten, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurden und ebenfalls preistreibend wirken.

Eine ähnlich hohe Inflationsrate wie im Mai 2022 wurde in Deutschland zuletzt im Winter 1973/1974 verzeichnet. Damals waren es ebenfalls stark gestiegene Mineralölpreise infolge der ersten Ölkrise, die zu einer vergleichbaren Entwicklung führten.

30.05.2022

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