Starker Anstieg der Sachanlageninvestitionen im Baugewerbe
Im Jahr 2019 tätigten Bauunternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Beschäftigten Sachanlageninvestitionen in Höhe von knapp 5,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 290 Millionen Euro oder 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den höchsten Stand seit 1995, als das Investitionsvolumen 4,7 Milliarden Euro betrug.
Die Investitionen in Sachanlagen, zu denen beispielsweise Baumaschinen, Geräte und Gebäude zählen, stiegen in nahezu allen Wirtschaftszweigen des Baugewerbes an. Besonders deutliche relative Zuwächse verzeichneten der Sonstige Tiefbau mit einem Plus von 17,1 Prozent auf 397 Millionen Euro, der Leitungstiefbau mit einem Anstieg von 16,8 Prozent auf 537 Millionen Euro sowie die Bauinstallationen mit einer Zunahme von 11,3 Prozent auf 881 Millionen Euro.
Rückläufige Investitionen waren hingegen in den Wirtschaftszweigen Bau von Straßen zu verzeichnen, wo die Sachanlageninvestitionen um 5,8 Prozent auf 904 Millionen Euro sanken. Auch im Sonstigen Ausbau gingen die Investitionen im Vergleich zu 2018 um 2,1 Prozent auf 279 Millionen Euro zurück.
Methodische Grundlagen der Erhebung
Für die vorliegenden Daten werden unter Unternehmen rechtliche Einheiten verstanden. Diese sind als kleinste, rechtlich selbstständige Einheiten definiert, die aus handels- beziehungsweise steuerrechtlichen Gründen Bücher führen. Das Baugewerbe wird in dieser Erhebung ohne die Bereiche Grundstückserschließung und Bauträger ausgewiesen.
