EEG-Förderung als Ursache der Rindenknappheit
Rinde, ein essenzieller Rohstoff für Mulch, Blumenerden und Kultursubstrate, könnte in Zukunft knapper werden. Diese Entwicklung zeichnet sich ab, da die Clearingsstelle für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Rinde aus Sägewerken in die Liste der NAWARO-Bonus-fähigen Produkte aufgenommen hat.
Obwohl Rinde aufgrund ihres geringeren Heizwertes nicht zu den bevorzugten Brennmaterialien von Heizkraftwerken zählt, wird erwartet, dass zahlreiche Betreiber sie als Alternative zu Waldhackschnitzeln und Landschaftspflegeholz nutzen. Diese Materialien haben sich in den letzten Jahren erheblich verteuert.
Die staatlich geförderte thermische Verwertung von Rinde wird voraussichtlich zu einer Verknappung und Preissteigerung von Rindenmulch und Rindenhumus führen. Schon jetzt ist eine Verknappung dieser Materialien spürbar. Insbesondere für den Einsatz in Baumschulsubstraten, als Bodenverbesserer oder als alternativer Ausgangsstoff für Blumenerden ist Rindenhumus nur unregelmäßig verfügbar.
Dies zwingt viele Erdenhersteller, auf diesen Rohstoff zu verzichten. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Torfsubstraten wird deutlich, dass die verfügbaren Ersatzstoffe bei weitem nicht ausreichen, um signifikante Mengen an Torf zu ersetzen.