Neues Veranstaltungskonzept setzt auf Austausch zu Klima, Infrastruktur und Fachkräftesicherung
Mit einem neuen Veranstaltungskonzept hat der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL S.-H.) seine Jahreshauptversammlung 2018 neu ausgerichtet. Ziel ist eine stärkere Öffnung nach außen sowie ein intensiverer Austausch mit Politik, Wirtschaft und anderen Branchen.
Die Veranstaltung fand in der ACO Academy in Büdelsdorf statt und wurde erstmals in weiten Teilen auch für externe Gäste geöffnet. Insgesamt nahmen rund 150 Personen teil.
Fachvorträge zu Klimawandel und Stadtgrün
Im Mittelpunkt des öffentlichen Veranstaltungsteils standen aktuelle Themen wie Regenwassermanagement, grüne Infrastruktur und die wirtschaftlichen Herausforderungen des Mittelstands.
Für die ACO-Gruppe referierten Iver Ahlmann und Anja Sievers über moderne Entwässerungslösungen und die Anforderungen eines zeitgemäßen Regenwassermanagements.
„Durch die Megatrends Urbanisierung, Klimawandel und Umweltschutz steigen die Anforderungen an immer leistungsfähigere Entwässerungslösungen. Klassisches Ableiten von Regenwasser reicht nicht mehr aus“, erklärte Iver Ahlmann.
Auch Themen wie Starkregenereignisse, Klimaanpassung und nachhaltige Infrastruktur standen im Fokus der Diskussionen.
Grüne Infrastruktur gewinnt an Bedeutung
Peter Menke von der Stiftung DIE GRÜNE STADT stellte die Bedeutung urbaner Grünflächen für Städte und Gemeinden heraus. Dabei präsentierte er unter anderem die Kampagne „Rettet den Vorgarten“.
„Vom Vorgarten bis zur Städtebauförderung – die Zukunft gehört der Grünen Infrastruktur!“, betonte Menke.
Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen versiegelter Flächen sowie die Bedeutung begrünter Vorgärten für Klima, Biodiversität und Aufenthaltsqualität.
Die Diskussion um klimaangepasste Freiräume und nachhaltige Stadtentwicklung gewinnt auch im Garten- und Landschaftsbau zunehmend an Bedeutung.
Mittelstand und Fachkräftemangel
Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, Klaus Hinrich Vater, sprach über die wirtschaftlichen Herausforderungen im Norden Deutschlands.
Besonders der Fachkräftemangel stelle Unternehmen künftig vor große Aufgaben. Nach Einschätzung der IHK könnten bis 2030 rund 100.000 Fachkräfte in Schleswig-Holstein fehlen.
„Kluge junge Köpfe sind die wichtigste Ressource, die wir haben“, sagte Vater.
Er sprach sich für stärkere Investitionen in Bildung, frühkindliche Förderung und die duale Ausbildung aus.
Martensen als Präsident bestätigt
Im internen Teil der Mitgliederversammlung bestätigten die anwesenden Mitglieder Mirko Martensen einstimmig als Präsidenten des FGL Schleswig-Holstein.
Ebenfalls wiedergewählt wurden die Präsidiumsmitglieder Frank Chr. Hagen, Knut Hansen, Arne Ingmar Johannsens sowie Beisitzer Joachim Weitzel.
Der Verband schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem ausgeglichenen Haushalt ab. Zudem stieg die Mitgliederzahl leicht an.

