Naturschutz

Heckenpflanzung für Schmetterlinge im Herbst

Die Herbstzeit ist ideal, um Gärten schmetterlingsfreundlicher zu gestalten. Eine Heckenpflanzung mit heimischen Wildsträuchern bietet nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum für viele Insektenarten. Ein Online-Tool hilft bei der Auswahl der passenden Pflanzen.

Warum heimische Wildstrauchhecken für Schmetterlinge so wichtig sind

Heimische Wildstrauchhecken sind viel mehr als nur Gestaltungselement oder Sichtschutz. Ihr hoher ökologischer Nutzen zeichnet sie als besonders wertvolles Naturgartenelement aus. Die Salweide verköstigt beispielsweise über 200 Insektenarten. Zudem ist sie durch die frühe Blüte wichtige erste Nahrungsquelle nach dem kargen Winter.

Dies erklärt DI Katja Batakovic, Fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“. Eine Hecke aus Pflanzen wie Salweide, Holzapfel, Roter Heckenkirsche, Traubenkirsche, Rotem Hartriegel, Hunds-Rose, Gewöhnlichem Liguster, Wolligem Schneeball, Himbeeren oder Schwarzem Holler kann Schmetterlingen eine Nahrungsquelle bieten.

Praktische Pflanzanleitung für Ihre Schmetterlingshecke

Bei wurzelnackten Pflanzen sollten diese vor dem Einpflanzen einige Stunden in Wasser gestellt werden. Anschließend sind Wurzeln und oberirdische Teile um etwa ein Drittel einzukürzen. Containerware wird nicht geschnitten; hier wird lediglich der Wurzelballen gelockert und die Pflanze vor dem Einsetzen gewässert.

Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und mindestens so tief wie der Wurzelballen ausgehoben werden. Der Boden des Pflanzlochs ist mit einer Grabgabel zu lockern. Der Aushub wird mit reifem Kompost angereichert. Die Sträucher sind so tief zu pflanzen, wie sie zuvor in der Baumschule oder im Topf standen. Abschließend das Substrat vorsichtig mit den Füßen andrücken, einen Gießrand formen und kräftig angießen.

Um Hecken in den ersten Jahren ein dichteres Erscheinungsbild zu verleihen und zusätzliche Anziehungspunkte für Schmetterlinge zu schaffen, können im Vordergrund Stauden gepflanzt werden.

05.11.2021

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